Pause nach Olympiaflop

Die Olympischen Spiele waren für Miller auch ohne Medaillen "eine gute Zeit".

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  Bode Miller wird die kommenden Weltcup-Rennen in Yongpyong (Südkorea) und Shigakogen (Japan) auslassen. Das bestätigte Millers PR-Mann Marc Habermann am Sonntag gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.

In Asien finden an den kommenden beiden Wochenenden jeweils zwei Riesentorläufe und Slaloms statt. Der 28-Jährige, der bei den Winterspielen in allen fünf Bewerben ohne Medaille blieb, wird stattdessen nach Paris reisen und dort seine Schwester treffen.

Beim Finale wieder dabei

Nach dem Abstecher nach Paris wird Miller vorzeitig zum Weltcup-Finale nach Aare anreisen und dort mit US-Speed-Coach John McBride einige Extraschichten einlegen.

"Innerlich hat er es wahrscheinlich schon länger beschlossen, aber er wollte sich mit der Entscheidung ein wenig Zeit lassen", so Habermann zur Weltcup-Pause seines Schützlings.

Bereits im Jänner hatte der Gesamtweltcup-Sieger 2005 die Rennen in Garmisch-Partenkirchen ausgelassen. Miller reiste daraufhin nach Dubai, wo er dann u. a. Golf spielte und seinen im Sommer bei einem Verkehrsunfall schwer verletzten Bruder Chelone traf.

Raich rückt Gesamtweltcup-Sieg näher

Mit Millers Asien-Verzicht ist der erste Gesamtweltcup-Sieg des frisch gebackenen Doppelolympiasiegers Benjamin Raich einen gewaltigen Schritt näher gerückt.

Der vielfach als olympischer "Flop" eingereihte Miller bewies freilich in Sestriere, dass er lebt, was er vor den Spielen stets gesagt hatte und all jenen, die ihn als Favoriten auf den Gewinn von fünf Goldmedaillen bezeichneten, stets ins Stammbuch geschrieben hatte.

"I did it my way"

Miller ist vielleicht der Athlet dieser Spiele, der den "Olympic Spirit" am ursprünglichsten lebte.

"Resultate sind egal, eine gute Zeit zu haben, nicht", sagte Miller am Ende der Spiele gegenüber der Agentur AP. Er sei kein Märtyrer, er habe einfach Spaß haben wollen, so Miller. Im O-Ton hieß das: "I did it my way!"

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