Heimdebakel für Red Bulls

Sechstes Finalspiel am Sonntag in Villach (18.00 Uhr).


  Der Pasut Villacher SV steht nach einem 6:2-Auswärtssieg am Donnerstagabend bei den Red Bulls Salzburg vor seinem sechsten Titelgewinn in der Erste Bank Eishockey-Liga.

©Bild: GEPA
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Die Kärntner stellten in der "Best of seven"-Finalserie auf 3:2 und können am Sonntag vor eigenem Publikum die Saison erfolgreich abschließen.

Salzburger gehen in Führung

Das erste Drittel hatte von Beginn an Final-Charakter: Schon nach sieben Sekunden musste der Villacher Herbert Hohenberger nach einem Ellbogen-Check auf die Ersatzbank, in der zweiten Minute traf der Salzburger Andre Lakos nur die Stange der Gäste.

Doch der erste Torschrei fiel fünf Minuten später, als ein verdeckter Schuss von Mathias Trattnig (17. Saisontreffer) die Führung der Salzburger im Powerplay der siebenten Minute besiegelte. Torhüter Gert Prohaska war die Sicht verdeckt, der Trattnig-Schuss wurde auch noch leicht abgefälscht.

Villach nutzt Salzburg-Fehler

Die Villacher steckten aber nicht auf. Lanzinger profitierte von einem Fehler von Red-Bulls-Goalie Artus Irbe, der einen Schuss von Thomas Pfeffer nicht festhalten konnte und Günther Lanzinger verwertete "backhand" zum Ausgleich.

©Bild: GEPA
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Kurz vor der ersten Pause machte ein neuerlicher Salzburg-Fehler die Führung der Villacher möglich: Nach einem Patzer von Martin Ulrich an der blauen Linie lief Markus Peintner durch und stellte in der 19. Minute nach einem sehenswerten Solo auf 2:1 für die Kärntner.

"Wir haben Salzburg stark gemacht, aber dann haben wir uns erfangen und auch mit etwas Glück die Partie gedreht", meinte Peintner dazu nach den ersten 20 Minuten.

Hektisches Mitteldrittel

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Im Mitteldrittel wurde die Partie härter und hektischer. Vor allem nachdem die Bulls nach einem Doppel-Ausschluss gegen den VSV eine 5:3-Überlegenheit nicht nützten und prompt im direkt darauf folgenden Powerplay für Villach den 1:3-Rückstand hinnehmen mussten.

Nach einer schönen Kombination Brown-Bousquet netzte Letzterer in der 28. Minute zum 3:1 für den VSV ein. Danach lagen die Nerven bei den Salzburgern blank, und so kam es zu einer Massenrauferei, die in einem Boxduell Nikolas Petrik gegen Stefan Pittl gipfelte.

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Für beide setzte es je fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinar und ihr Finalauftritt am Donnerstag war zu Ende.

VSV zieht davon

Martin Pewal gelang unmittelbar danach in der 30. Minute in Überzahl der Anschlusstreffer für die Salzburger, das Match entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch. Nach einem Fehler von Irbe drückte Roy in der 33. Minute zum 4:2 für die Villacher ein und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.

Unmittelbar nach dem 4:2 stürzte Martin Oraze nach einem Zusammenprall mit Patrick Harand auf das Eis und musste benommen abtransportiert werden. Oraze musste mit einer Gehirnerschütterung ins Spital gebracht werden.

Salzburg trifft nicht, Villach schon

Im Schlussabschnitt sorgte Michael Stewart in der 44. Minute mit dem Treffer zum 5:2 für die Entscheidung. Obwohl die Salzburger noch zu Powerplay-Möglichkeiten kamen, darunter eine neuerliche 5:3-Überlegenheit, gelang den "Roten Bullen" kein Treffer mehr.

Die Villacher erhielten zwar viele Strafen, agierten aber in Unterzahl sehr geschickt und nützten ihrerseits die Fehler in der Defensive der Salzburger rigoros aus.

Den Schlusspunkt fixierte Dany Bousquet, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend im Powerplay in der 56. Minute sogar noch auf 6:2 stellte.

Chance auf ersten Titel seit 2002

Nach der Villacher 2:0-Führung in der Finalserie, die von den Salzburgern egalisiert wurde, hat der VSV nun doch die erste Chance auf den Titelgewinn 2006. Es wäre der erste der Kärntner seit 2002.

Finale Erste Bank Eishockey-Liga:

Donnerstag:

Red Bulls Salzburg - Pasut VSV 2:6

(1:2 1:2 0:2)

Eisarena Volksgarten, 3.200 Zuschauer, SR Baluska (SVK)

Tore: Trattnig (7. PP), Pewal (29. PP) bzw. Lanzinger (12.), Peintner (19.), Bousquet (28. PP/56. PP), Roy (33.), Stewart (44.)

Strafminuten: 19 sowie 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinar Pittl bzw. 33 sowie 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinar Petrik, 10 Minuten Disziplinar Brown und Stewart

Stand in der "Best of seven"-Serie: 2:3

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