Rücktritt vom Rücktritt

Stronach will bleiben, wenn das Stadionprojekt zu Stande kommt.


  Die Wiener Austria kann möglicherweise auch über 2007 hinaus auf die Millionen von Frank Stronach zählen.

Nach einem Gipfeltreffen am Mittwoch im Wiener Rathaus meinte Klubpräsident Peter Langer gegenüber der APA, dass der austrokanadische Milliardär im Falle des Zustandekommens des Austria-Stadionprojektes auch nach Ende des Betriebsführungsvertrags (Juni 2007) die Kampfmannschaft des ÖFB-Rekord-Cup-Siegers unterstützen will.

"Projekt seit heute auf der Welt"

Zwei Stunden lang konferierten im Rathaus u. a. Bürgermeister Michael Häupl, Langer und Stronach vor allem zum Thema Stadionbau in Rothneusiedl.

"Frank und ich haben seit längerem eine Vereinbarung. Wenn das Stadionprojekt steht, dann ist er gesprächsbereit, die Austria über 2007 hinaus zu unterstützen. Und das Projekt Stadion ist seit heute auf der Welt", so Langer, der in den vergangenen Monaten bewusst im Hintergrund blieb und am Stronach-Plan bastelte. "Ich mache immer den ersten vor dem zweiten Schritt."

Neues Stadion bereits 2010?

Laut Langer sind die Stadionplanungen abseits der Öffentlichkeit rasant vorangetrieben worden, bereits 2010 könnte die neue Austria-Arena stehen.

"Ich gehe davon aus, dass die Kaufverträge bis Mai unterschrieben sind. Baubeginn könnte nach den Umweltverträglichkeitsprüfungen 2007 sein, stehen könnte das Stadion dann 2010." Bezahlt würde das Stadion laut Langer "zu hundert Prozent von Magna".

Weitere Gespräche mit Stronach

Langer und die restlichen Austria-Granden werden in den kommenden Wochen mit Stronach weitere Gespräche über die mögliche gemeinsame Zukunft führen.

"Die Konstellation mit der Akademie, den Amateuren und der Kampfmannschaft ist eine geniale Strategie", hofft Langer, der auch zu mehr Respekt gegenüber Stronach aufgerufen hat.

"Ein Mann, der so viel Geld in den Klub steckt, hat ein Recht auf Respekt. Frank ist ein Ehrenmann. Ich bin optimistisch, dass es mit ihm bei der Austria weitergeht."

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