Violetter Hoffnungsschimmer

Neues Stadion für 30.000 Zuschauer bringt Schwung nach Wien-Favoriten und in die Austria.


  Die Wiener Austria hat in den letzten Jahren auf der Hochschaubahn des Fußballs jede Fahrt mitgemacht. Noch vor wenigen Tagen wurde ein Sparkurs verkündet, am Mittwochabend jedoch der Bau eines neuen Stadions am südlichen Stadtrand Wiens als fix bekannt gegeben.

Dieser Umstand stimmt die Klubverantwortlichen positiv. Ein violetter Hoffnungsschimmer mit den Zügen von Mäzen Frank Stronach zeichnet sich wieder am Himmel über dem Horr-Stadion in Wien-Favoriten ab.

Stronachs Stadion

Nach seinem im November 2005 verkündeten Rückzug per Juni 2007 von "seiner" Austria, bekräftigte Klubmäzen Frank Stronach, dass er neben seinem Engagement für die Nachwuchs-Akademie in Hollabrunn und die Austria Amateure unverändert Interesse am Bau eines Stadions in Rothneusiedl habe.

"Wenn das Stadionprojekt steht, dann ist er gesprächsbereit, die Austria über 2007 hinaus zu unterstützen. Und das Projekt Stadion ist seit heute auf der Welt", so Austria-Präsident Peter Langer am Mittwochabend nach einem "Gipfeltreffen" der Klubführung mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ).

Nachdem sich bisher keine potenten violetten Geldgeber profiliert haben, wäre der ehemalige Bundesliga-Präsident also sein eigener Nachfolger als Sponsor.

Magna zahlt

Baubeginn für die neue Wirkungsstätte der Austria könnte nach den Umweltverträglichkeitsprüfungen bereits 2007 sein, stehen könnte das Stadion dann 2010. Bezahlt würde das Stadion laut Langer "zu hundert Prozent von Magna". Konkrete Pläne wurden der Öffentlichkeit allerdings noch nicht präsentiert.

Hohe Grundstückspreise der benötigten Äcker waren lange Zeit ein Problem, die öffentliche Diskussion darüber sorgte in der Vergangenheit bei Häupl für heftigen Unmut, diese Probleme zwischen Stadt und Verein scheinen seit Mittwoch ausgeräumt.

Brot und Spiele

Das Stadion ist für 30.000 Zuschauer geplant, soll mit einem Einkaufszentrum verbunden werden, Wohnungen und Gewerbebauten wären ebenso ein Bestandteil des Projekts wie die Verlängerung der U-Bahnlinie U1 bis zum Stadion.

Kommt das Stadion, könnte daneben wohl auch die von der Stadt geplante Mehrzweckhalle angesiedelt werden, über die nach den Problemen mit der Wr. Stadthalle bei der Eishockey-WM 2005 laut nachgedacht wurde.

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