Der Kampf um den Titel und gegen den Abstieg in der T-Mobile Bundesliga bleibt auch nach der 31. Runde spannend.
Spitzenreiter Austria Magna erzitterte sich Mittwochabend nach vier erfolglosen Runden zu Hause gegen SV Mattersburg ein 1:0 und Verfolger Red Bull Salzburg kam daheim gegen SV Josko Ried zu einem 3:0.
"Diese Tage sind nicht leicht für uns gewesen, Mattersburg ist keine Zirkustruppe, sondern ein starkes Kollektiv, es war ein reiner Arbeitssieg", befand der violette Trainer Frenkie Schinkels sichtlich erleichtert.
Wo blieb das 2:0?
Gegen einen gut stehenden Gegner bemängelte der gebürtige Niederländer nur, dass nach dem 1:0 durch das erste Saisontor von Stepan Vachousek seine Elf nicht auf den zweiten Treffer aus war. Unter dem Austria-Strich blieb aus den vier Saisonduellen mit den Burgenländern das Maximum von zwölf Punkten.
Im Finish war Mattersburg fast nur noch nach vorne orientiert, läuft aber seit dem Aufstieg vor drei Jahren weiter dem ersten Sieg (fünf Niederlagen/ein Remis) und dem ersten Tor (0:10) in Wien gegen die "Veilchen" hinterher.
Zu wenig Mut
Mattersburg-Coach Franz Lederer sah die Partie als vergebene Chance: "Wir hatten zu wenig Mut, haben uns zu wenig zugetraut. Erst nach dem 0:1 hat man gesehen, was für uns möglich gewesen wäre, da haben wir erst zum Fußballspielen begonnen."
Diskussionen in Salzburg
Auch Salzburg hatte mehr Mühe mit Ried, als das Ergebnis glauben lässt. Der 14. Heimsieg der Salzburger, der elfte zu null, fiel vom Resultat deutlich aus, war es aber nicht.
"Schön langsam haben wir ein Problem mit den Schiri-Entscheidungen. Uns ist zum dritten Mal ein reguläres Tor genommen worden", wetterte Ried-Trainer Heinz Hochhauser.
Zu früh gepfiffen
Nach einem von Pöllhuber abgefälschten Weitschuss Brenners landete der Ball (61.) im Netz. Schiedsrichter Thomas Steiner gab den Ausgleich zum 1:1 der Gäste nicht, weil sein Assistent Abseits angezeigt hatte. Zu Unrecht, wie Linienrichter Thomas Laschober nach mehrmaligem Studium der TV-Zeitlupe eingestehen musste.
"Ein zweites Mal würde ich das nicht anzeigen, ich habe nach dem Ballkontakt Pöllhubers zu rasch entschieden, ein Rieder stand zwar ein paar Zentimeter näher zum Tor, aber er störte Manninger nicht, weil er keine Chance auf den abgelenkten Ball gehabt hätte", meinte Laschober, der nicht nur die Rieder Gemüter erhitzte.
So meinte Austria-Sportdirektor Peter Stöger: "Statt 1:1 so eine Entscheidung, das ist eine Gemeinheit."
Verdient, aber zu hoch
Salzburg-Coach Kurt Jara, der Andreas Ivanschitz nicht von Beginn an aufgeboten hatte, sprach von einem "verdienten, aber vielleicht zu hohen Erfolg".
Seine Elf sei über 90 Minuten die bessere Mannschaft gewesen, bis auf eine Szene: "Gott sei Dank wurde da abgepfiffen."
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