Vier Gut, ein Nicht genügend

Martin Hiden und Martin Stranzl stark, Christian Fuchs mit großen Problemen.
Jürgen Macho: Befriedigend
In der ersten Halbzeit hatte der Kaiserslautern-Goalie nur wenig tun. Nach 13 Minuten wehrte er einen Cisse-Kopfball ab. Erstmals geprüft wurde Macho bei einem scharfen Schuss von Diarra in der 36. Minute. Beim 0:1 von Benzema (50.) nach einer Standardsituation war der ÖFB-Tormann chancenlos. Bei den wenigen herausgespielten Torchancen Frankreichs konnte Macho kaum sein Können zeigen.

Andreas Ibertsberger: Befriedigend
Er fiel zwar in der 6. Minute mit einem Fehlpass zum Gegner gleich negativ auf, bot aber sonst eine solide Abwehrleistung. Kurz vor der Pause wagte der Freiburg-Legionär auf der rechten Seite einen Sturmlauf und brachte sich in weiterer Folge auch offensiv mehr ein. Vor Seitenwechsel steigerte er sein Laufpensum, was sich auch auf die Zahl seiner Ballkontakte positiv auswirkte. In der 59. Minute musste Ibertsberger für Standfest Platz machen.

Martin Hiden: Gut
Der Rapidler in der zentralen Abwehr bot eine gute Leistung. Hiden fing in der 4. Minute einen gefährlichen Stanglpass in den österreichischen Strafraum ab und verlängerte nach einer Viertelstunde einen Eckball per Kopf gerade noch ins Out. Auch nach dem Seitenwechsel zeigte Hiden eine solide und kompakte Leistung. Neben Stranzl war er der beste ÖFB-Defensivmann.

Martin Stranzl: Gut
In der zentralen Abwehr bot der Legionär von Spartak Moskau eine solide Leistung. Französische Angriffe über die Mitte wurden früh unterbunden. In der 77. Minute konnte Stranzl gegen Benzema im Strafraum gerade noch klären. Der Abwehrchef konnte sein Team immer wieder gut dirigieren.

Christian Fuchs: Nicht genügend
Der Mattersburger sah gegen die französischen Angriffe nicht gut aus. Immer wieder kamen die Franzosen über die linke ÖFB-Abwehr gefährlich vors Tor. In der 32. Minute konnte er sich gegen Anelka nur durch ein Foul helfen. Auch im Spielaufbau wirkte er meist ratlos.

Joachim Standfest: Befriedigend
Kam in der 59. Minute für Ibertsberger. Der Austrianer konnte auf der rechten Abwehrseite immer wieder Angriffe der Franzosen vereiteln. Er lieferte eine ähnlich kompakte Leistung wie zuvor Ibertsberger, nach vorne gelang ihm allerdings nichts.

Andreas Ivanschitz: Gut
Der Kapitän lieferte eines seiner besseren Länderspiele. Schon nach zehn Minuten hatte der Panathinaikos-Legionär nach einem schnellen Konter über Kuljic und Linz eine gute Möglichkeit. Brachte mit seinen Vorstößen auch wichtige Entlastung für die Defensive.

Rene Aufhauser: Gut
Der Salzburger leistete viel Defensivarbeit und konnte Angriffe der Franzosen über die Mitte mehrfach gut unterbinden. Aufhauser war auch immer wieder vorne anzutreffen. Vor allem läuferisch bot der wohl auffälligste Österreicher auf dem Platz eine gute Leistung. Der Routinier war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.

Thomas Prager: Befriedigend
Gemeinsam mit Rene Aufhauer leistete er im zentralen Mittelfeld große Laufarbeit und stoppte so viele Angriffe der Franzosen. Versuchte stets, eng am Mann zu stehen und den Gegenspielern nicht zu viel Raum zu geben, nach vorne kam der 21-Jährige jedoch kaum zur Geltung.

Christoph Leitgeb: Befriedigend
Auf seiner linken Seite war er sehr damit beschäftigt, seinem "Hintermann" Fuchs zu helfen. Die Angriffe der Franzosen liefen fast gänzlich über ihre Flanke. Kam kaum dazu, seine Offensivqualitäten auszuspielen. Wenn er mit nach vorne ging, dann zeigte er jedoch seine Antrittsschnelligkeit. Wechselte später mit Ivanschitz die Seite und kam dann auf der für ihn "falschen" rechten Position zum Einsatz.

Roland Linz: Genügend
Agierte fast als Stoßspitze, da sich Sanel Kuljic immer wieder weit zurückfallen ließ. Leitete mit einem guten Pass auf Ivanschitz die beste österreichische Möglichkeit ein, kam selbst aber zu keiner einzigen richtigen Chance.

Sanel Kuljic: Genügend
Versuchte, als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Solostürmer Linz zu fungieren. Hatte dadurch mehr Ballkontakte als sein "Angriffskollege", aber Frankreichs Verteidiger konnten sich immer wieder auch in die Offensive einschalten, da sie durch die zurückgezogene Kuljic-Position einen Gegenspieler weniger hatten.

Ronald Gercaliu: Zu kurz eingesetzt

Mario Haas: Zu kurz eingesetzt

Cem Atan: Zu kurz eingesetzt

Yüksel Sariyar: Zu kurz eingesetzt

Peter Falkner, Christian Tragschitz, ORF.at

Links: