Es läuft die 87. Minute im Viertelfinal-Rückspiel zwischen Debrecen VSC und FC Fehervar. Nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel hatten die Gastgeber zwei Tore aufgeholt, mussten aber gerade den Anschlusstreffer der Gäste hinnehmen.
Eine Glanzparade ist zu wenig
Als sich die Zuschauer bereits auf eine Verlängerung einstellten, gab der Schiedrichter Strafstoß für Debrecen. Torhüter Zsolt Sebök bewahrte aber die Nerven und konnte den scharfen Schuss mit einer Glanzparade abwehren.
Der Ball fiel genau vor die Füße von Teamkollege Durica, der nicht lange fackelte und das Leder mit einem mißglückten Abwehrversuch unhaltbar für den eigenen Goalie im Tor versenkte, wie ein Video auf YouTube zeigt.
Gastgeber feiern Eigentor
Während Durica schockiert auf die Knie sank und sich seine Mitspieler ungläubig abwandten, feierten die Debrecen-Spieler das vorentscheidende 3:1 für den Gastgeber, das gleichbedeutend mit dem Aus für Fehervar war.
Erst in der Winterpause war Durica zum dreifachen ungarischen Meister Debrecen gewechselt. Zuvor spielte der 24-Jährige bei FC Artmedia Bratislava und scheitere in der ersten UEFA-Cup-Runde an Panathinaikos Athen.
Familie Durica und der Torriecher
Einen ganz besonderen Torriecher hatte bereits Duricas älterer Bruder Jan in der Qualifikation für die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz bewiesen.
Zuerst brachte der slowakische Teamspieler Deutschland bei der 1:2-Niederlage in Hamburg mit einem Eigentor auf die Siegerstraße. Sein zweites Teamtor gelang Durica bei der 2:5-Heimpleite gegen Wales. Auch diesmal traf der 27-Jährige wieder nur das eigene Tor.
Mittlerweile durfte Durica seine Torbilanz im Team aber per Elfmeter beim 7:0-Sieg über San Marino etwas aufbessern.
Wolfgang Rieder, ORF.at
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