Trotz langer Saisonen in ihren jeweiligen Ligen lässt der Ausblick auf die Heim-EM beide mit Elan und Zuversicht in die letzten zweieinhalb Wochen vor dem Großereignis gehen. "Gestern haben sich im Training alle sehr fit präsentiert und waren mit Ernst bei der Sache", lobte der bei Middlesbrough in England engagierte Defensivspezialist Pogatetz.
Sturmspitze Linz vom portugiesischen Erstligisten Braga stimmte dem zu: "Die Stimmung ist sehr gut, jeder zeigt im Training hundertprozentigen Einsatz." Seine Muskelverhärtung im Oberschenkel sei "nicht schlimm. Ich gehe davon aus, dass es morgen, übermorgen wieder völlig normal geht."
Erste Gedanken über Gruppengegner
"Die EM ist schon sehr nahe, man macht sich die ersten Gedanken über die Gruppengegner", beschrieb Pogatetz seine momentane Gefühlslage. Nach einer langen Saison auf der Insel konstatierte der Steirer freilich eine gewisse Ermüdung.
"Nach dem letzten Spiel waren nicht mehr viele Reserven da, jetzt aber gibt es Extra-Motivation. Ich hatte kaum eine Erholungsphase, aber es sollte reichen, um in den Länderspielen 100 Prozent zu bringen." Das Training sei eben auch eine "Gratwanderung", die genau dosiert werden müsse. "Ich nehme aber nicht an, dass es Rückstände im Vergleich zu den Bundesliga-Spielern geben wird."
Letzte Erholung vor EM-Beginn vorbei
Auch Linz durfte sich nach dem letzten Meisterschaftsspiel am 10. Mai etwas Ruhe gönnen. "Ich habe mich ein bisschen erholt, für die EM darf das kein Problem sein", sagte der 26-Jährige, der sich bei der EM in einer fixen Rolle sieht.
"Ich glaube, ich habe bewiesen, dass ich auch international auf sehr hohem Niveau spielen kann. Ich habe von den Teamstürmern die meiste Erfahrung, eine Stammplatzgarantie gibt es aber nicht. Ich gehe aber davon aus, dass ich im ersten EM-Spiel einlaufen werde", so der Angreifer.
Graz-Länderspiele als wichtiger Test
Für Pogatetz kommt den Spielen gegen Nigeria (27. Mai) und Malta (30. Mai) in Graz eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu: "Das Ergebnis wird wichtig sein, aber auch das Wie. Wir wollen jedenfalls selbstbewusst auftreten. Ein Spiel kann einfach durch kein Training ersetzt werden."
Der 25-Jährige ortet in den Abwehroptionen des ÖFB-Teams mit einer Dreier- bzw. Viererkette einen großen Vorteil: "Für uns macht es keinen Unterschied. Für die Kroaten wird es aber schwerer, sich auf uns vorzubereiten."
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