Die Elf von Coach Karl Daxbacher führte durch Tore von Florian Metz (3.) und Markus Suttner (4.) zur Pause zwar mit 2:0, nach dem Seitenwechsel drehte die junge Garde der Linzer aber auf.
LASK dreht Partie noch um
Sascha Pichler (18., 27), Florian Gahleitner (21.), Christoph Saurer (21.) mit einem verwerteten Siebenmeter und Emanuel Schreiner (30.) drehten die Partie zugunsten der Oberösterreicher. Für die Austria hatte Metz (24.) mit seinem zweiten Treffer zwischenzeitlich auf 3:3 ausgeglichen.
Da die Austria-Fans wohl aus Protest nach dem schwachen Abschneiden des Hallen-Rekordsiegers auf Anfeuerungsrufe verzichteten, herrschte bei der Partie nur bei guten Aktionen der Linzer Stimmung in der wie am Samstag mit 9.236 Zuschauern ausverkauften Stadthalle.
"Manche überschätzen sich selbst"
"Das ist enttäuschend. Einige sind jetzt wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Der eine oder andere wird überschätzt oder überschätzt sich auch selbst", resümierte Daxbacher. Bei einigen Spielern hätten sich auch technische Mängel bemerkbar gemacht, die auf dem Rasen so nicht erkennbar seien.
Dass die B-Elf zu jung gewesen sei, ließ der Austria-Trainer nicht als Ausrede gelten. "Andere Mannschaften haben auch mit vielen jungen Spielern gespielt, das hat sich ausgeglichen", sagte Daxbacher.
Stars geschont
Mit Acimovic, Blanchard und Bazina ein wichtiges Legionärstrio geschont zu haben, sah Daxbacher im Nachhinein als genau richtig an. "Ich bin eigentlich ein Befürworter des Stadthallenturniers, aber die Verletzungen zeigen, dass es auch für die Meisterschaft Auswirkungen haben kann."
Vier Verletzte zum Frühjahrsauftakt
Die Austria muss länger auf Aleksander Dragovic (Nasenbeinbruch) und Philipp Netzer (Seitenbandriss und Teilabriss des hinteren Kreuzbands im Knie) verzichten, zudem zogen sich Rubin Okotie (Bauchmuskelzerrung) und Paul Bichelhuber (Knöchelverletzung) leichte Blessuren zu und wurden daher am Sonntag nicht mehr eingesetzt.
"Vier Verletzte zum Frühjahrsauftakt sind schon ein Wahnsinn", sagte Daxbacher.
Rapid scheitert am Sportklub
Eine überraschende Pleite gab es dann auch für den zweiten Wiener Großclub. Rapid kam im ersten Semifinale gegen den Wiener Sportklub gleich mit 2:7 (1:4) unter die Räder.
Für die groß aufspielenden Dornbacher erzielten Kapitän Salmin Cehajic (2., 17.), Christian Schandl (6., 24.), Halil Akaslan (11., 23.) und Ercan Kayhan (15.) die Treffer. Marcel Ketelaer (10.) und Rene Gartler (29.) betrieben nur Ergebniskosmetik für die Mannschaft von Coach Peter Pacult.
11:4 im Spiel um Platz drei
Die Hütteldorfer versöhnten ihre Fans dann aber mit einer Gala im Spiel um Platz drei gegen Magna Wr. Neustadt. Rapid fegte den Herbstmeister der ADEG Ersten Liga im "kleinen Finale" und bis dahin trefferreichsten Spiel des Turniers mit 11:4 (8:1) vom Parkett.
Christian Thonhofer (2., 12., 23.), Christopher Drazan (4., 20.), Andreas Dober (5.), Rene Gartler (6.), Yasin Pehlivan (7.), Georg Harding (14.), Michel Sandic (15.) und Erwin Hoffer (25.) sorgten für ein grün-weißes Schützenfest.
Für die Niederösterreicher hielten Mensur Kurtisi (13., 23.), Sebastian Martinez (16.) und Tomas Simkovic (23.) das Debakel in Grenzen.
Nichts geht von alleine
"Nach dem ersten Tag haben wir anscheinend geglaubt, dass es von alleine geht", betrieb Defensivspieler Christian Thonhofer Ursachenforschung. "Schlussendlich können wir mit dem hohen Sieg am Ende aber zufrieden sein", meinte Thonhofer.
Und Marcel Ketelaer sprach von einer "guten Trainingseinheit" und einem zumindest versöhnlichen Ende: "Wir haben uns da den Frust von der Seele geschossen." Immerhin stellte der Rekordmeister mit Raimund Hedl den besten Goalie des Turniers.
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