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| ©Bild: Reuters/Russell Cheyne |
Eine kleine Gruppe der Anhänger von Inverness Caledonian Thistle marschierte vom Auswärtsspiel in Kilmarnock 305 Kilometer durch die Highlands, um auch noch die letzte Partie der Saison gegen Falkirk zu sehen.
Der lange Fußmarsch wird alljährlich zu wohltätigen Zwecken durchgeführt und zog einige teils in traditionelle Kilts gekleidete Fans von "Caley Thistle" an.
Leiden für die eigene Leidenschaft
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| ©Bild: Reuters/Russell Cheyne |
Inverness Caledonian Thistle war den Treuesten unter den Treuen damit bereits eine Strecke von insgesamt mehr als 1.600 Kilometer wert. Die Leidenschaft für den eigenen Verein wurde mittlerweile auf eine neue Ebene gehoben, wie auch ein Video auf YouTube zeigt.
Durch den Abstieg aus der Premier League war der Marsch aber heuer mit besonderen Leiden verbunden.
Aus Schnapsidee wurde Tradition
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| ©Bild: Reuters/Russell Cheyne |
Lediglich der sportliche Misserfolg der "Royal Blues" mit dem letzten Platz im Abstiegs-Play-off trübte heuer die Reise.
Dennoch entschied man sich für die bisher längste Route in der Geschichte. Vom Gastspiel in Kilmarnock bis zur letzten Heimpartie in Inverness wurden 305 Kilometer in sechs Tagen zurückgelegt. Beim ersten Abschnitt wurde sogar in der Nacht marschiert, ehe 82 Kilometer bewältigt waren.
Nur ein Duo bewältigte alle Auflagen
Nur zwei Männer haben bisher alle sieben Auflagen des Marsches bewältigt: der 56-jährige Steve Taylor und der 25-jährige Robert Wilson.
Mit Taylor ist dabei ausgerechnet ein Engländer Begründer der Idee. Am Neujahrstag hatte er in einer Bar in Inverness damals den Marsch ins Leben gerufen. "Ich habe zu meinen Freunden gesagt: Im nächsten Jahr bin ich 50, und das soll besonders gefeiert werden."
"Nach einigen Vorschlägen habe ich dann einfach gesagt: Was ist, wenn wir zum letzten Saisonspiel marschieren?", erinnert sich Taylor. Gesagt, getan - und die besondere Idee zur Geburtstagsfeier war perfekt.
"Warum machen wir es nicht noch einmal?"
Eigentlich sollte es eine einmalige Sache sein, doch schon bald wurde Stimmen laut, die eine Neuauflage verlangten.
"Warum machen wir es nicht noch einmal?", meinten einige der Burschen, die schon beim ersten Marsch dabei waren. Die schottischen Freunde von Taylor bewiesen Ausdauer und Durchhaltevermögen, doch vor allem der Mann aus England zeigte besondere Charakterstärke.
100-Meilen-Lauf zum 30. Geburtstag
Zudem ist er ohnehin ein Spezialist für Extreme. Schon zu einem 30. Geburtstag hatte er sich entschieden, 100 Meilen (161 Kilometer) in weniger als 24 Stunden zu laufen.
"Nach 71 Meilen hat mir aber mein Knie Probleme gemacht, dennoch habe ich 102 Meilen in 22 Stunden geschafft", freut sich Taylor noch immer über seine Standfestigkeit.
Mit gebrochenem Ellbogen auf dem Rad
Zehn Jahre später setzte er mit einer Route über 237 Meilen (381 Kilometer) von Manchester nach Glasgow noch ein weiteres Abenteuer drauf, diesmal hatte er sich jedoch für die Variante auf einem Fahrrad entschieden.
Dennoch ging es auch damals nicht ohne Zwischenfall ab. "Nach etwa 70 Meilen bin ich nach einer Trinkpause vom Rad gefallen und habe mir den Ellbogen gebrochen. Der Rest der Tour wurde im wahrsten Sinne des Wortes zu einer einseitigen Angelegenheit", so der IT-Experte.
"Ich bin Terry Butcher"
Auch die Fans von "Caley Thistle" geben zu, dass der Marsch ohne Steve nicht derselbe wäre.
Heuer war sogar sein elfjähriger Sohn Finn am ersten Tag mit dabei und machte mit Sprechchören wie "Ich bin Terry Butcher!" auf sich aufmerksam. Der ehemalige englische Nationalspieler ist aktuell als Manager bei Inverness Caledonian Thistle tätig.
Butcher hatte 1989 beim WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden ebenfalls besonders kämpferische Tugenden bewiesen, als er nach einer Verletzung mit einem blutdurchtränkten Kopfverband durchgehalten hatte. Nun gingen die Fans beim Fußmarsch erneut über die Schmerzgrenze.
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