Gegner der Mannschaft von Teamchef Dietmar Constantini ist kein Geringerer als Europameister Spanien, der nach 39 Siegen aus den jüngsten 43 Partien als haushoher Favorit gilt, selbst wenn der eine oder andere Star geschont werden sollte.
Klare Rollenverteilung
Constantini ließ vor dem Duell mit dem Zweitplatzierten der aktuellen FIFA-Rangliste keinen Zweifel an der Rollenverteilung aufkommen.
Spanien wird zudem demnächst wieder die Spitze der FIFA-Weltrangliste erklimmen, wie das spanische Sportblatt "As" errechnete, vorausgesetzt, die Spanier verlieren in Österreich nicht.
"Wir spielen gegen die Nummer eins der Welt, jeder kann einschätzen, was das bedeutet. Wir freuen uns auf das Spiel und werden versuchen, eine gute Figur abzugeben", erklärte der Tiroler.
Schwieriges Unterfangen
Das werde allerdings ein äußert schwieriges Unterfangen. "Im Grunde spricht nichts für uns. Wir sollten wenig Respekt haben, obwohl sich die Spanier viel Respekt verdienen. Sie halten den Ball sehr gut und haben gute Laufwege, mit denen sie immer wieder Löcher reißen", erklärte Constantini.
"Taktische Formation nicht auflösen"
Um dagegenhalten zu können, sei eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig. "Wir dürfen unsere taktische Formation nicht auflösen. Wichtig wird sein, dass wir im Block gut stehen und das Kurzpassspiel der Spanier unterbinden."
Ein weiteres Mittel wäre auch, gegen die Iberer mit großem physischen Einsatz vorzugehen, auch wenn Constantini relativierte: "Bei den Spaniern kann es passieren, dass man gar nicht richtig in die Zweikämpfe kommt, weil sie mit ein-, zweimal Berühren spielen."
Keine Abwehrschlacht
Trotz der Stärke des Gegners wird es laut Constantini keine Abwehrschlacht des ÖFB-Teams geben.
"Es wird sicher nicht so sein, dass wir das Spiel gestalten. Aber nur hinten zu stehen, ist auch kein Rezept, denn wenn man im Mittelfeld einen Fehler macht, kann man den hinten noch ausbügeln, einen Fehler in der Abwehr aber nicht mehr", erklärte der 54-Jährige, der die Hoffnung auf einen Sieg nicht aufgab. "Das wäre ein unglaubliches Signal. Wir werden alles versuchen."
"Die Jungen sind topfit"
Der zuletzt unter anderem wegen der Nicht-Nominierung von Andreas Ivanschitz in die Kritik geratene Teamchef betonte einmal mehr, weiterhin auf die junge Welle zu setzen. "Ich muss die Jungen nicht verteidigen. Sie waren um nichts schlechter als die, die vor ihnen gespielt haben."
Bei Yasin Pehlivan, Aleksandar Dragovic, Jakob Jantscher und Co. stellte Constantini trotz der Teilnahme an der Europa League noch keine Verschleißerscheinungen fest. "Die Jungen sind topfit, ich glaube auch nicht, dass der eine oder andere eine mentale Schwäche hat. Und ich kenne auch keine älteren Spieler, die nicht auch Formschwankungen haben."
Aufstellung doch erst vor dem Spiel
Der Tiroler nahm von seinem Vorhaben Abstand, die Aufstellung schon einen Tag vor dem Match bekanntzugeben, allzu viele Überraschungen dürfte es aber ohnehin nicht geben.
Im zentralen Mittelfeld vor der Viererabwehr György Garics - Paul Scharner - Aleksandar Dragovic - Christian Fuchs könnte Christoph Leitgeb neben Pehlivan die Chance bekommen. An den Flügeln werden Andreas Hölzl und Jakob Jantscher und an vorderster Stelle Marc Janko und Roman Wallner erwartet.
Kein Platz für Experimente
Für personelle Experimente ist die Partie gegen den Europameister laut Constantini nicht geeignet. "Ausprobieren kann man in so einem Match nichts. Die Spanier sind halt einmal Weltklasse und wir nicht."
Für seine Mannschaft gehe es um einen weiteren Schritt im Lernprozess. "Aber hoffentlich lernen wir nicht zu viel", sagte der Nationaltrainer.
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