"Ein ganz eigenes Feeling"

Olympiawerbung in Moskau.
Ohne den an einer leichten Grippe erkrankten Mario Matt nimmt Österreich am Samstag (17.50 Uhr, live in ORF1) an der zweiten Auflage des Moskauer FIS Alpine Ski Champions Cup teil.

Dafür kämpfen Weltmeister Manfred Pranger, Levi-Sieger Reinfried Herbst, Marcel Hirscher und Wolfgang Hörl für den ÖSV um den Sieg und 30.000 der insgesamt 150.000 Euro betragenden Prämien.

Erstmals auch Damen
Mit dabei ist auch wieder der französische Europameister Jean-Baptiste Grange, dafür fehlt der Deutsche Felix Neureuther, der die Premiere im Jänner für sich entschieden hatte.

Erstmals sind beim Moskauer Parallelslalom auch sieben Damen (darunter auch die deutsche Weltmeisterin Maria Riesch) auf der 60 Meter hohen und auf 210 Meter verlängerten Rampe am Start, zumindest 30.000 Zuschauer werden erwartet.

Schnee aus Sibirien
Die als Sotschi-Promotion- und Testevent für künftige Alpinskirennen in der Großstadt gedachte Veranstaltung stand wegen zu hoher Temperaturen sowie Regens bis zuletzt auf der Kippe.

Mit über Tausende von Kilometern angekarrtem Schnee aus Sibirien wurde die Werbeshow aber gerettet. Die erste Auflage hatte am 2. Jänner dieses Jahres stattgefunden.

"Es wirkt brutal steil"
ÖSV-Star Reinfried Herbst, Triumphator beim Slalom-Saisonauftakt in Levi am vergangenen Wochenende, rechnet sich in Moskau wenige Chancen auf den Sieg aus, ist aber gespannt, wie die gewaltige Rampe diesmal wirkt.

"Das ist, wie wenn du in einen Schlauch fährst. Links und rechts hohe Zäune, eine 60 Meter breite Piste, und es wirkt brutal steil", sagte der 31-Jährige. "Das ist wirklich ein ganz eigenes Feeling."

"War noch nie in Moskau"
Auch sein Salzburger Landsmann Hirscher freut sich auf das Megaspektakel in der russischen Hauptstadt, für das jeder der 16 Starter allein 7.000 Euro Antrittsgeld kassiert.

"Ich war noch nie in Moskau. Das muss eine coole Stadt sein. Ich glaube, das ist die Zukunft des Skisports: große Events in großen Städten", erklärte der 20-jährige Hirscher.

Slalom-Gruppentrainer Christian Höflehner meinte: "Sportlich ist Moskau diese Saison sicher höher einzustufen, da nur mit einer Stange gefahren wird, wie das auch im Weltcup üblich ist. Ich erwarte einen unserer Burschen im Finale."

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