Spitzenreiter möchte vorlegen

Stevens: "Werden sehr gefordert sein."
Meister Red Bull Salzburg geht am Samstag als klarer Favorit ins tipp3-Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den Kapfenberger SV Superfund.

Der Titelverteidiger will mit einem vollen Erfolg gegen den Vorletzten die Tabellenführung verteidigen und die Verfolger Austria und Rapid vor dem Wiener Derby am Sonntag unter Druck setzen.

"Kapfenberg ist unberechenbar"
"Kapfenberg ist eine unberechenbare Mannschaft. Wir werden sehr gefordert sein, möchten aber die Punkte mitnehmen", betonte Salzburg-Coach Huub Stevens.

Der Niederländer ist sich bewusst, dass seiner Mannschaft in der Obersteiermark eine deutlich schwierigere Aufgabe als beim 4:0-Heimsieg im August bevorsteht. "Kapfenberg zu Hause und auswärts ist ein großer Unterschied, aber ich will mehr auf unsere Stärken schauen als auf Kapfenberg", sagte Stevens.

Wieder Probleme nach Länderspielpause?
Der zuletzt zweimal in Folge siegreich gebliebene Meister ist auch aus einem anderen Grund gewarnt, war man doch auch nach der Länderspielpause im Oktober nur schwer in Gang gekommen.

"Ich hoffe, dass es diesmal anders sein wird und die Spieler daraus gelernt haben. Das Problem lag zwischen den Ohren, es war eine Frage der Einstellung", meinte der Salzburg-Trainer.

"Leitgeb ist kein Achter"
Wegen diverser Länderspiel-Abstellungen konnte man sich in Salzburg nicht perfekt auf das Auswärtsspiel vorbereiten.

Die Auftritte seiner ÖFB-Teamspieler Marc Janko und Christoph Leitgeb bei der 1:5-Schlappe gegen Spanien verfolgte Stevens genauestens. Öffentliche Kritik wollte der Coach aber nicht äußern. "Was ich gesehen habe, werde ich mit den Spielern selber besprechen. Das ist nichts für die Öffentlichkeit", erklärte Stevens.

Im Hinblick auf Leitgeb merkte der Niederländer allerdings an: "Er ist kein Sechser, er ist ein Achter. Durch seine Laufstärke hat er defensiv als auch offensiv seine Stärken, aber eindeutig mehr in der Offensive."

Kapfenberg "hat sich gefunden"
Gegner Kapfenberg zeigte zuletzt mit Heimsiegen gegen den LASK (7:2) und die Wiener Austria (1:0) auf.

"Die Mannschaft hat sich gefunden und konsolidiert. Wir müssen an diese Leistungen anschließen und wollen zu Hause weiter ungeschlagen bleiben", betonte KSV-Coach Werner Gregoritsch, der seine Mannschaft in der Vorwoche im Rahmen eines viertägigen Trainingslagers in Maria Lankowitz zusammengezogen hatte.

"Es war sehr positiv, die Mannschaft hat Energie getankt. Es war eine Mischung aus Training, Teambuilding und Erholung", berichtete Gregoritsch.

Wiedersehen Wolf - Stevens
Besonders motiviert ist KSV-Goalie Raphael Wolf, der neuerlich auf seinen Ex-HSV-Trainer Stevens trifft. "Es ist immer etwas Spezielles, wenn man den Tabellenführer empfängt. Ich hoffe, dass wir die Roten Bullen ein bisschen ärgern können", sagte der deutsche Torhüter.

Dafür müsse man sich auf alle Fälle besser verkaufen als im "Hinspiel". "Wir werden alles dafür tun und bis zur letzten Sekunde kämpfen", versprach der 21-jährige.

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