Platz eins übernommen

Schlager am Sonntag um 15.30 Uhr live in ORF1 und im Livestream.
Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel am Sonntag (15.30 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) gegen Titelverteidiger Red Bull Salzburg hat Rekordmeister Rapid erstmals nach über 14 Monaten wieder die Tabellenführung übernommen.

Mit einem 2:1-Heimsieg am Mittwoch im Nachtragsspiel der ersten Runde gegen Puntigamer Sturm Graz zogen die Hütteldorfer dank der besseren Tordifferenz an den Salzburgern vorbei, die aber im Schlager in Wals-Siezenheim die Chance haben, im Falle eines Erfolgs gegen die Grün-Weißen wieder die Poleposition zu übernehmen.

Pacult: "Tolle Momentaufnahme"
Nicht nur deswegen wollte Rapid-Trainer Peter Pacult der Tabellenführung nicht viel Bedeutung beimessen: "Das ist eine tolle Momentaufnahme, aber nicht mehr. Es sind noch 20 Spiele zu spielen, abgerechnet wird nach 36 Runden."

Dennoch blieb die Freude über den optimalen Start in die vier Schlüsselspiele (nach Salzburg folgt in der kommenden Woche das Europa-League-Gastspiel beim Hamburger SV) binnen elf Tagen, immerhin wurde schon am Sonntag die Austria 4:1 besiegt.

"Wenn man gegen zwei Konkurrenten um die internationalen Plätze gewinnt und dabei Platz eins herausschaut, ist das wunderbar", sagte Pacult, nicht ohne unmittelbar danach zu ergänzen: "Doch davon habe ich nichts, außer dass ich uns in der Tabelle nicht lange suchen muss."

Ersatz-Elfmeterschütze Salihi trifft
Dem Rapid-Coach war bewusst, wie sehr der Vorstoß an die Spitze am seidenen Faden gehangen war. "Vor der Pause war Sturm sehr gefährlich, da hatten wir Probleme. Aber aufgrund der zweiten Hälfte geht der Sieg in Ordnung."

Nachdem die Grün-Weißen erst einige hochkarätige Chancen ausgelassen und dann den Ausgleich kassiert hatten, gelang Hamdi Salihi als Ersatz-Elferschütze für den verletzt ausgeschiedenen Kapitän Steffen Hofmann (Oberschenkelverhärtung) in der 89. Minute das erlösende 2:1.

Gratzei sieht für Torraub Gelb statt Rot
Goalie Christian Gratzei hatte davor den nach schwerem Fehler von Gordon Schildenfeld zum Ball gekommenen Nikica Jelavic gelegt und war sich bei dieser Aktion keiner Schuld bewusst. "Er ist einfach in mich hineingerannt."

Für Pacult waren Diskussionen über die Rechtmäßigkeit des Strafstoßes völlig unverständlich: "Auch wenn Gratzei sagt, er kann sich nicht auflösen - Jelavic kann sich auch nicht auflösen. Der Pfiff war richtig, nur die Karte war falsch." Statt Rot wegen Torraubs hatte Schiedsrichter Thomas Gangl nur Gelb gezeigt.

"Tausendprozentige Steigerung" bei Sturm
Sturm-Trainer Franco Foda hielt sich trotz der Elferszene und eines seiner Meinung nach zu Unrecht aberkannten Treffers vor der Pause mit Kritik am Referee zurück. "Mein Leben ist mir zu schade, um mich über Schiedsrichter aufzuregen", sagte der Deutsche.

Trösten durfte sich Foda mit einer "tausendprozentigen Steigerung" im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage am Samstag gegen Ried. "Wenn wir so gegen die Rieder gespielt hätten, wären jetzt drei Punkte mehr auf unserem Konto", sagte der Coach der Grazer, die nun drei Ligapartien in Folge verloren haben.

Dennoch ortete Sturm-Kapitän Andreas Hölzl einen Aufwärtstrend: "Wir waren spielerisch besser als Rapid."

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