Gameverhältnis entscheidet über Aufstieg

Murray blieb trotz zweier Siege auf der Strecke.
Roger Federer wäre beim Masters-Cup in London nach zwei Auftaktsiegen beinahe in der Vorrunde auf der Strecke geblieben.

Der Schweizer, der sich beim Saisonfinale mit seinen Dreisatzerfolgen gegen den Spanier Fernado Verdasco und den Briten Andy Murray bereits die Nummer-eins-Position zum Jahresende gesichert hatte, musste sich am späten Donnerstagabend dem Argentinier Juan Martin del Potro mit 2:6 7:6 (7/5) 3:6 geschlagen geben.

Hauchdünnes Rennen
Da Murray gegen Verdasco zuvor mit 6:4 6:7 (4/7) 7:6 (7/3) gewonnen hatte, beendeten Federer, Del Potro und Murray die Gruppe A mit jeweils zwei Siegen und einer Niederlage und einem Satzverhältnis von 5:4.

Damit musste das Gameverhältnis über die beiden Aufsteiger ins Halbfinale entscheiden, und da lag Federer mit 44:40 vor Del Potro mit 45:43 und Murray mit 44:43.

Der Schweizer und der Argentinier sind somit am Samstag noch dabei, Lokalmatador Murray, der Del Potro zum Auftakt bezwungen hatte, ist hingegen nur noch Zuschauer.

Federer rettet sich mit Tiebreak
Wie knapp die Entscheidung war, beweist auch die Tatsache, dass nur ein einziger weiterer Gamegewinn Federers das Aus für Del Potro und den Aufstieg für Murray bedeutet hätte.

Federer wandelte hingegen im Tiebreak des zweiten Satzes bei 2:4- und 4:5-Rückständen am Rande des Scheiterns. Del Potro verspielte danach bei eigenem Aufschlag mit einem leichten Fehler die Chance auf zwei Matchbälle und verlor das Tiebreak.

Mit dem Satzgewinn und dem Verbleib im Turnier dürfte für den Schweizer auch die misslungene Revanche für die US-Open-Finalniederlage gegen den Argentinier zu verschmerzen sein.

Fernduell Djokovic gegen Dawidenko
In Gruppe B wird am Freitag im Fernduell zwischen Novak Djokovic und Nikolaj Dawidenko der zweite Aufsteiger neben Robin Söderling ermittelt.

Der Serbe bekommt es mit dem nach zwei Niederlagen bereits ausgeschiedenen Spanier Rafael Nadal zu tun, der Russe trifft auf den bereits fix fürs Halbfinale qualifizierten Schweden Söderling.

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