Ungeachtet der schwierigen, wechselnden Bedingungen flog der Tournee-Sieger zweimal auf 136,5 Meter, nachdem er schon am Vortag im Teambewerb Drittbester gewesen war und auch im Training stets überzeugt hatte. Für Pokalverteidiger Gregor Schlierenzauer (124/132 m) blieb hingegen wegen Fehlern und Windpech nur Rang 19.
"Hätte noch besser sein können"
Normalschanzen-Weltmeister Loitzl bewies endgültig, dass er seine gute Form der vergangenen Saison konserviert hat. "Es waren sicher zwei gute Sprünge", sagte der 29-jährige Mitterndorfer. "Aber im zweiten Durchgang hatte ich wegen des Windes Probleme über dem Vorbau und habe versucht, noch alles herauszuholen. Es hätte noch besser sein können, aber ich bin zufrieden."
Für die nächsten Bewerbe traut sich der Tournee-Gewinner, der nur 0,3 Punkte hinter dem deutschen Überraschungsmann Pascal Bodmer lag, durchaus mehr zu. "Ich glaube fest, dass ich auch gewinnen kann."
Kofler bestätigt Aufwärtstendenz
Andreas Kofler war es zu verdanken, dass ein zweiter Österreicher in den Top Ten landete. Der Olympiazweite von 2006, der eine längere Durststrecke hinter sich hat, bestätigte als Siebenter (129/141 m/) seine Aufwärtstendenz.
"Der Winter ist lang, für den Anfang bin ich einmal zufrieden. Denn es waren schwierige Bedingungen", erklärte der Tiroler. Martin Koch, der im Teambewerb am Freitag nicht zum Einsatz gekommen war, bewies nach problematischer Vorbereitung als Elfter gute Form, Manuel Fettner wurde 16.
Schlierenzauer nur 19.
Schlierenzauer musste im Finale ungewohnt früh vom Bakken und schließlich zu Beginn seiner vierten Weltcup-Saison das schlechteste Resultat (ex aequo mit Oslo im März 2007) zur Kenntnis nehmen. "Mein erster Sprung war nicht gut und der zweite auch nicht besonders. Und wenn man auch mit dem Wind kein Glück hat, summieren sich die Dinge", meinte der Skiflug-Weltmeister und Rekordgewinner der vergangenen Saison.
Da hätte auch die Windregel, die am Saisonende bei sieben Bewerben getestet wird, nichts geändert. "Wenn die Leistung nicht passt, kann der Schuss schon nach hinten losgehen." Enttäuscht war der 19-Jährige dennoch nicht. "Ich weiß, dass es schon in Lillehammer anders ausschauen wird."
Morgenstern hadert mit Sprungrichter
Thomas Morgenstern (125/130 m) haderte unmittelbar nach seinem zweiten Sprung mit der letzten Phase vor dem Ablassen.
Da bekam er wegen unklarer Anweisungen des Startrichters Stress und fand nach einer Unterbrechung auch noch eine langsame Spur vor. "Ich war einen km/h langsamer, ich find's nicht fair", meinte der 23-jährige Kärntner. "Denn meine Sprünge waren nicht so schlecht."
Ahonen bei Comeback nicht im Finale
Der Schweizer Simon Ammann, der am Freitag im Teambewerb für die Höchstweiten gesorgt hatte, kam dank eines 140-m-Satzes im zweiten Durchgang noch auf Rang zwölf.
Der Finne Janne Ahonen, der nach seiner Pause heuer wieder mit dabei ist, landete nur bei 115,5 m und verpasste als 34. die Qualifikation für den zweiten Durchgang ebenso wie sein Landsmann Harri Olli. Der Vierte des abgelaufenen Weltcups belegte gar nur den 50. Rang.
Der Weltcup wird kommende Woche in Lillehammer fortgesetzt.
Weltcup-Springen in Kuusomo
Endstand:
| 1. | Björn Einar Romören | NOR | 139,5/139,0 | 299,8 |
| 2. | Pascal Bodmer | GER | 133,0/141,0 | 290,7 |
| 3. | Wolfgang Loitzl | AUT | 136,5/136,5 | 290,4 |
| 4. | Michael Uhrmann | GER | 138,0/135,0 | 289,4 |
| 5. | Anders Jacobsen | NOR | 130,0/140,5 | 283,4 |
| 6. | Shohhei Tochimoto | JPN | 135,5/136,0 | 282,7 |
| 7. | Andreas Kofler | AUT | 129,0/141,0 | 282,5 |
| 8. | Johan Remen Evensen | NOR | 137,5/129,5 | 277,6 |
| 9. | Daiki Ito | JPN | 133,5/134,0 | 275,5 |
| 10. | Noriaki Kasai | JPN | 127,0/138,0 | 273,5 |
| 11. | Martin Koch | AUT | 128,5/136,5 | 271,5 |
| 12. | Simon Ammann | SUI | 124,0/140,0 | 269,2 |
| 13. | Martin Schmitt | GER | 126,5/135,0 | 266,7 |
| 14. | Kalle Keituri | FIN | 129,5/130,0 | 264,6 |
| 15. | Michael Neumayer | GER | 132,0/128,0 | 259,5 |
| 16. | Manuel Fettner | AUT | 124,5/133,0 | 259,0 |
| 17. | Matti Hautamäki | FIN | 124,5/133,0 | 259,0 |
| 18. | Emmanuel Chedal | FRA | 124,5/133,0 | 258,0 |
| 19. | Gregor Schlierenzauer | AUT | 124,0/132,0 | 255,3 |
| 20. | Thomas Morgenstern | AUT | 125,0/130,0 | 254,5 |
| 21. | Janne Happonen | FIN | 126,0/126,5 | 249,0 |
| 22. | Primoz Pikl | SLO | 126,5/125,5 | 246,6 |
| 23. | Roman Koudelka | CZE | 127,0/123,5 | 243,9 |
| 24. | Kamil Stoch | POL | 121,0/129,5 | 243,4 |
| 25. | Jakub Janda | CZE | 121,5/127,0 | 241,3 |
| 26. | Tom Hilde | NOR | 120,0/127,5 | 238,5 |
| 27. | Taku Takeuchi | JPN | 121,0/114,5 | 214,9 |
| 28. | Lukasz Rutkowski | POL | 126,0/126,0 | 214,8 |
| 29. | Kai Kovaljeff | FIN | 120,0/116,0 | 214,3 |
| 30. | Robert Kranjec | SLO | 133,5/95,0 | 196,8 |
Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert:
| 34. | Janne Ahonen | FIN | 115,5 | 102,4 |
| 46. | Andreas Küttel | SUI | 102,0 | 75,6 |
| 50. | Harri Olli | FIN | 77,0 | 23,1 |
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