Ausraster mit Folgen

Drakonische Strafe.
Serena Williams hat für ihren Ausraster im Semifinale der US Open eine bei Grand-Slam-Turnieren bisher unerreichte Srafe kassiert: Die US-Amerikanerin wurde zu einer Rekordbuße von 82.500 Dollar verurteilt, wie der Internationale Tennisverband (ITF) am Montag bekantgab.

Außerdem wurde über die 28-Jährige eine zweijährige Probezeit unter Androhung eines Auschlusses von den US Open verhängt. Bei einer weiteren Entgleisung bei einem der vier Grand-Slam-Turniere würde sich die Geldstrafe zudem automatisch auf 175.000 Dollar erhöhen.

Linienrichterin beschimpft
Williams hatte bei der 4:6 5:7-Niederlage im Halbfinale gegen die Belgierin Kim Clijsters nach einer umstrittenen Fußfehlerentscheidung eine Linienrichterin wüst beschimpft und bedroht. Der daraufhin verhängte Strafpunkt bescherte ihr das Halbfinal-Aus in Flushing Meadows.

"Ich schwöre bei Gott, ich werde diesen Ball nehmen und dir in deinen Rachen stopfen, verstehst du? Ich schwöre bei Gott. Sei besser froh, dass ich es nicht mache, ich schwöre", hatte die erboste Williams der Linienrichterin mit schwingendem Schläger u. a. gedroht.

Am nächsten Tag meldete sich die Nummer eins der Weltrangliste und elffache Grand-Slam-Gewinnerin in einer Stellungnahme kleinlaut zu Wort: "Ich möchte mich aufrichtig für meinen unangemessenen Ausbruch entschuldigen, zuerst bei der Linienrichterin, bei Kim Clijsters, dem Amerikanischen Tennisverband und vor allem bei den Fans", ließ sie in einer Stellungnahme verlautbaren.

"Verhalten war inakzeptabel"
Dennoch wurde die US-Amerikanerin von der Schiedsrichterkommission in weiterer Folge wegen Unsportlichkeit mit einer Buße von 10.500 Dollar belegt. 500 Dollar davon wurden fällig, weil sie nach dem ersten Satz ihren Schläger zertrümmert hatte.

"Serenas Verhalten war inakzeptabel. Egal wie die Umstände waren, kein Profi sollte sich so benehmen dürfen, ohne bestraft zu werden. Sie muss auch in ihrer Rolle als Vorbild einsehen, dass ihre Reaktion nicht tragbar war", erklärte Stacey Allaster, die Präsidentin des Frauen-Profitennisverbands WTA.

Williams zeigte damals Reue: "Ich will allen jungen Fans deutlich sagen, dass ich falsch gehandelt habe. Ich möchte ein Vorbild sein."

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