Start in Qualifikation für US Open

Nach dem Ende der Skisaison geht es auf den Tennisplatz.
US-Skistar Bode Miller hat im Vorfeld der Olympischen Winterspiele angekündigt, dass er sich heuer auch als Tennisspieler versuchen wird.

Der 32-Jährige wird an der regionalen Qualifikation für die US Open teilnehmen, die von April bis Juni läuft und für alle Spieler über 14 Jahre offen ist.

Es geht dabei um einige Plätze für die eigentliche Qualifikation des für 30. August bis 12. September angesetzten letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres.

Nachwuchsmeister und Campmitbesitzer
Miller war als 19-Jähriger in seiner Altersklasse Tennismeister bei der US-Bundesstaatsmeisterschaft und ist in Easton (New Hampshire) auch Mitbesitzer eines Tenniscenters.

Das Tamarack Tennis Camp war von seinen Großeltern gegründet worden, und die Familie Miller legte schon immer Wert auf die sportliche Betätigung für den eigenen Nachwuchs.

Bodes "Hippie"-Eltern lebten mit ihm und seinen drei Geschwistern in einem Holzhaus ohne Elektrizität und fließendes Wasser. Verspätet eingeschult besuchte er dann dennoch die Highschool und holte sich dort im Tennis den Nachwuchsmeistertitel.

"Tennis war immer Teil meines Lebens"
"Tennis war immer Teil meines Lebens. Die Teilnahme an der US-Open-Qualifikation erlaubt mir, auch nach den Olympischen Spielen und dem Weltcup-Winter wettkampfmäßig dabei zu bleiben", sagte Miller zu seinen aktuellen Plänen.

Der vierfache Skiweltmeister und zweifache Gewinner des Gesamtweltcups war bereits 2004 in Flushing Meadows bei den US Open auf dem Platz gestanden. Damals hatte er bei einer Exhibition u. a. gegen Steffi Graf gespielt.

Hoffnung auf erstes Gold bei Olympia
Bevor der Ski-Superstar jedoch auf dem Tennisplatz "fremdgeht", steht aktuell noch Olympia im Mittelpunkt.

Der US-Hoffnungsträger kämpft in Whistler um die erste olympische Goldmedaille seiner Karriere. 2002 bei den Heimspielen in Salt Lake City hatte er jeweils Silber in Riesentorlauf und Kombination gewonnen, 2006 in Turin war er jedoch gänzlich leer ausgegangen. Als bestes Ergebnis stand damals Platz fünf in der Abfahrt zu Buche.

Sind die Partyzeiten vorbei?
In dieser Saison hatte Miller zuletzt in Wengen mit seinem Erfolg in der Superkombi seinen ersten Weltcup-Sieg nach fast zwei Jahren Pause (zuvor hatte er am 1. März 2008 in der Abfahrt von Kvitfjell triumphiert) gefeiert.

Durch seinen insgesamt 32. Weltcup-Erfolg meldete sich der frühere Seriensieger zurück und kündigte für den Höhepunkt des Jahres Großes an: "Das war das letzte Puzzle in meinem Formaufbau, das habe ich nun eingefügt. Nun heißt es nur noch, gesund zu bleiben und die richtige Ausrüstung zu haben, von den Schuhen bis zu den Ski. Dann steht weiteren Erfolgen nichts im Wege."

Dazu scheint er in einer Beziehung geläutert zu sein, denn seit der Geburt seiner Tochter Neesyn Dacey ließ er sich kaum einmal in einer Bar oder auf einer Party blicken.

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