2:1-Heimsieg gegen Hoffenheim

Das Finale steigt am 15. Mai in Berlin.
Werder Bremen ist am Dienstagabend als erste Mannschaft ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Der Titelverteidiger, der in der deutschen Bundesliga als Tabellensechster derzeit außerhalb der Europacup-Ränge liegt, setzte sich ohne den erkrankten Sebastian Prödl im Viertelfinale gegen 1899 Hoffenheim mit 2:1 durch. Bei den Hoffenheimern spielte Andreas Ibertsberger durch und zählte zu den besten Spielern.

Naldo (27.) und Hugo Almeida (76.) stellten den Heimsieg für den sechsfachen Pokalsieger sicher. Prince Tagoe (73.) hatte zwischenzeitlich für den Ausgleich der Gäste gesorgt.

Hohe Hürden für "Underdogs"
In den weiteren Viertelfinalpartien am Mittwochabend kommt es zu Duellen zwischen Bundesligisten und unterklassigen Clubs.

Die Hürden für die "Underdogs" VfL Osnabrück, FC Augsburg und SpVgg Greuther Fürth sind allerdings hoch: Fürth tritt bei Rekordtitelträger Bayern München (14 Pokalsiege) an, Augsburg misst sich in einem weiteren Duell zwischen Zweit- und Erstligist mit dem 1. FC Köln. Der drittklassige "Pokalschreck" Osnabrück, der bereits den Hamburger SV und Borussia Dortmund ausgeschaltet hat, empfängt Schalke 04.

Bayern sind gewarnt
Die Favoriten sind gewarnt, an vorderster Front die Bayern: 1994 blamierten sich die Münchner in der ersten Pokalrunde mit einem 0:1 beim damaligen Regionalligisten TSV Vestenbergsgreuth, der später mit der SpVgg Fürth fusionierte.

Diesmal scheint die Rollenverteilung auch ohne den verletzten Bayern-Stürmer Miroslav Klose klar: Das Starensemble von Louis van Gaal hat zehn Pflichtspiele in Folge gewonnen, die Franken dümpeln als Achter im Tabellenmittelfeld der zweiten Liga.

Trotzdem mahnt Mark van Bommel: "Wir dürfen nicht überheblich werden." Der Bayern-Kapitän dürfte wohl noch die Worte Van Gaals nach dem eigentlich souveränen 3:1-Bundesligasieg bei Meister VfL Wolfsburg im Ohr gehabt haben. Da hatte der Coach seinem Team ein "arrogantes Auftreten" vorgeworfen.

In der Münchner Allianz Arena wird allerdings nicht das komplette Starensemble auflaufen. Einigen Stammkräften - etwa Goalie Jörg Butt und Bastian Schweinsteiger - gönnt Van Gaal zum Auftakt der englischen Wochen eine Pause.

Fürth-Trainer glaubt an Chance
Fürth-Trainer Mike Büskens erhofft sich einen couragierten Auftritt seiner Elf: "Wir müssen mit Mut spielen und unser Herz in die Hand nehmen."

Im "Spiel des Jahres für Verein und Fans" habe seine Mannschaft nichts zu verlieren. "Wir müssen mit dem Glauben, gegen die Bayern bestehen zu können, ins Spiel gehen", so Büskens.

Der "Traum von Berlin"
Auch die übrigen "Kleinen" haben Großes vor und träumen ein wenig vom Finale am 15. Mai: "Den Traum von Berlin hat jeder Fußballer", sagte Michael Thurk, Zweitliga-Toptorjäger des FC Augsburg. Die Kölner reisen aber selbstbewusst an, haben sie doch keines ihrer letzten acht Bundesliga-Auswärtsspiele verloren und am vergangenen Samstag beim 3:3 gegen den HSV nach einem 1:3-Rückstand große Moral bewiesen.

In Osnabrück wurden vor dem Auftritt der Schalker schöne Erinnerungen wach: 1989 bezwang der VfL die "Knappen" in der ersten Runde 3:1 nach Verlängerung. Nun sieht sich der Drittliga-Tabellenführer eindeutig in der Außenseiterrolle: "Schalke ist der ganz klare Favorit", sagte Osnabrück-Trainer Karsten Baumann. Manager Lothar Gans indes glaubt an den nächsten Streich, "wenn wir nicht zu früh ein Tor fangen und einen sehr guten Tag erwischen".

Den großen Druck hat Schalke: "Wir stehen da in der Pflicht, weiterzukommen", sagte Goalie Manuel Neuer, der im laufenden Pokal noch keinen Treffer kassiert hat. Für Trainer Felix Magath ist "alles andere als das Erreichen der nächsten Runde nicht akzeptabel".

Viertelfinale im DFB-Pokal

Dienstag:
Werder Bremen1899 Hoffenheim2:1

Mittwoch:
Bayern MünchenGreuther Fürth-:-
FC Augsburg1. FC Köln-:-
VfL OsnabrückSchalke 04-:-

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