Mit einem Auswärtssieg am Sonntag (15.30 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) gegen Austria Wien können die "Bullen" den Vorsprung auf Rapid auf acht Punkte ausbauen.
Rapid weiter drei Punkte vor Sturm
In einer mehr von Kampf als Klasse geprägten Partie hatte Klemen Lavric die Steirer in der 67. Minute aus einem Handelfmeter in Führung gebracht, dem diesmal ohne Gesichtsmaske eingelaufenen Nikica Jelavic gelang in der 83. Minute per Kopf noch der Ausgleich für die Hütteldorfer, die damit auch nach der 25. Runde auf Platz zwei liegen und ihr Dreipunktepolster auf die Steirer behaupteten.
Die Partie begann mit rund sechsminütiger Verspätung, weil Fans aus Protest gegen das Pyrotechnikverbot das Liebenauer Stadion in dicke Rauchschwaden getaucht hatten. Unmittelbar nach dem Anpfiff hatten die Gastgeber zunächst den besseren Durchblick.
Drei Großchancen für die Hausherren
Schon nach acht Sekunden zog ein Schuss von Lavric rund einen Meter am Tor vorbei, in der fünften Minute parierte Rapid-Tormann Raimund Hedl einen Schuss von Jakob Jantscher erst im Nachfassen, und fünf Minuten später ging ein Kopfball von Gordon Schildenfeld über die Querlatte.
Dann aber flaute das Tempo ab, Rapid bekam die Partie unter Kontrolle und hatte in der 24. Minute die beste Chance vor dem Seitenwechsel. Eine unfreiwillige Vorlage von Martin Ehrenreich landete vor den Füßen von Solospitze Jelavic, der allein vor Christian Gratzei am Sturm-Keeper scheiterte.
Sturm mit leichter Feldüberlegenheit
Damit war es mit den Höhepunkten der ersten Hälfte schon vorbei, und auch die zweiten 45 Minuten begannen mit zumeist wenig durchdachten Aktionen. Sturm erarbeitete sich eine leichte Feldüberlegenheit und forderte vorerst zweimal vergeblich Strafstoß, als Hannes Eder in der 55. Minute der Ball an die Hand sprang und Andreas Hölzl sieben Minuten später im Strafraum umfiel.
In der 67. Minute jedoch entschloss sich Schiedsrichter Thomas Einwaller zur Elfmeterentscheidung, nachdem Branko Boskovic den Ball mit dem Oberarm berührt hatte. Lavric ließ sich die Chance nicht entgehen und traf sicher zum 1:0.
Grazer vergeben Entscheidung
Die Rapidler, die zuvor nur in der 61. Minute bei einem Schuss von Andreas Dober aus einem Freistoß gefährlich wurden, stellten danach auf zwei Stürmer um, Sturm hatte danach aber die Chancen auf die Entscheidung. So etwa in der 73. Minute, als Lavric bereits Hedl überspielt hatte, sein Schuss aber von Ragnvald Soma geklärt wurde. Zwei Minuten später ging ein Kopfball des slowenischen Goalgetters nur knapp daneben.
Rapid stemmte sich gegen die Niederlage und kam in der 83. Minute doch noch zum Ausgleich. Der eingewechselte Christopher Drazan schlug eine Maßflanke auf Jelavic, der per Kopf aus kurzer Distanz erfolgreich war.
Stimmen zum Spiel:
Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und hätten gewinnen müssen. Nach dem 1:0 haben wir Riesenmöglichkeiten nicht genützt. Rapid ist aber immer gefährlich und hat dann noch den Ausgleich gemacht. Was mich stört, sind zwei Aktionen, wo wir alleine aufs Tor gelaufen sind und die der Schiedsrichter abgepfiffen hat. Beichler hatte nicht seinen besten Tag, Muratovic hat das dann besser gemacht."
Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Mit dem Resultat sind wir sehr zufrieden. Wir wollten hier punkten. Wir hatten in der ersten Hälfte durch Jelavic eine Riesenchance, die muss das 1:0 sein. Aber in der zweiten Hälfte sind wir unter Druck gekommen, haben nicht mehr gut nach vorne gespielt. Umso schöner ist es, dass wir mit sehr viel Risiko und mit einer schönen Aktion noch den Ausgleich geschafft haben. Jetzt müssen wir am Dienstag noch etwas drauflegen, damit wir gegen Mattersburg gewinnen."
Tipp3-Bundesliga, 25. Runde
Samstag:
Sturm - Rapid 1:1 (0:0)
UPC-Arena, 15.300 Zuschauer, SR Einwaller
Torfolge:
1:0 Lavric (67./Elfmeter)
1:1 Jelavic (83.)
Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Prawda - Hölzl, Hlinka, M. Weber, Jantscher - Beichler (46./Muratovic), Lavric (91./Kienast)
Rapid: Hedl - Dober, H. Eder, Soma, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic (69./Gartler), Pehlivan (80./Salihi), Kavlak (58./Drazan) - Jelavic
Gelbe Karten: Beichler, M. Weber bzw. Jelavic, Kavlak, Eder, Pehlivan
Die Besten: Gratzei, Schildenfeld, Lavric bzw. Heikkinen, Hofmann, Jelavic
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