"Schneekettenpflicht" für Dolomitenmann aufgehoben

Der Dolomitenmann 2007 ist für die "Härtesten unter der Sonne" eine besondere Herausforderung. Der Wintereinbruch im Spätsommer stellt die Extremsportler am kommenden Samstag bei der 20. Auflage rund um Lienz vor eine Extremsituation.

Doch Organisator Werner Grissmann glaubt fest an die angekündigte Wetterbesserung und scherzte deshalb: "Damit kann die Schneekettenpflicht für die Mountainbiker wieder aufgehoben werden!"

Bereits 1996 hat ein Wintereinbruch das Rennen noch extremer gemacht. Damals siegte trotz 25 Zentimetern Neuschnee am Berglaufziel Helmut Schmuck, der sich aber nur über die durch den Hubschrauber aufgewirbelten Schneemassen ärgerte. Der Schnee auf dem Boden war für den Bewerb selbst kein Problem. Das soll auch diesmal so sein, denn am Samstag wird bereits wieder Sonnenschein erwartet.

Dennoch haben sich die Veranstalter nun für die kommende Auflage ein Reserveprogramm vorbereitet. Wenn alle Stricke reißen, wird der Berglauf auf den zweiten Hausberg in Lienz, den Hochstein, auf dem im Winter auch die alpinen Weltcup-Damen-Rennen stattfinden, verlegt. "Dort können die Paragleiter dann fast immer starten", so Grissmann. Diese Entscheidung fällt aber erst am Renntag.

Fakten zum Dolomitenmann 2007

  • Bewerb: Staffellauf mit den Disziplinen Berglauf, Paragleiten, Wildwasser-Kajak und Mountainbike
  • Teams: 120 Teams zu je vier Athleten (Bewerb ausverkauft)
  • Start: Samstag, 8. September 2007, 10.00 Uhr auf dem Hauptplatz Lienz
  • Berglauf: 1.700 Höhenmeter auf zwölf Kilometern Länge
  • Paragleiten: Flug entlang der Dolomiten-Türme. Slalom durch Pylonen auf 2.000 Meter Seehöhe - Zwischenlandung - Berglauf und zweiter Flug nach Leisach
  • Kajak: Durchschwimmen der Drau (ohne Boot) - Alpinstart aus sechs Metern Höhe - Regatta, Slalom, Katarakt-Aufwärtszone
  • Mountainbike: 1.400 Höhenmeter auf zwölf km Länge. Größtenteils Tragepassagen. Downhill mit über 26 Prozent Durchschnittsgefälle

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