Einige Tage nach Transferschluss hat Bundesligist LASK Linz doch noch auf den Abgang von Topstürmer Roman Wallner zu Meister Red Bull Salzburg reagiert. Die Linzer gaben am Montag die Verpflichtung von Marco Vujic bekannt.
Der 25-jährige Stürmer hatte zuletzt in der zweiten griechischen Liga bei Egaleo Athen gespielt, seinen Vertrag aber aufgelöst.
Freigabe fehlt noch
Ausständig sind laut LASK-Angaben allerdings noch die Freigabe aus Griechenland und die Zustimmung der Bundesliga. Vujic hatte bereits von 2001 bis 2003 am Beginn seiner Profikarriere beim LASK gespielt.
In der Vorsaison hatte der gebürtige Bosnier bei den Red Bull Juniors in der Ersten Liga 13 Tore erzielt. In Linz könnte er mit Routinier Christian Mayrleb stürmen.
Fünfter Neuzugang
Vujic, der bereits in mehreren Testspielen des Tabellenachten zum Einsatz gekommen war, ist der fünfte LASK-Neuzugang in der Winterpause nach Mittelfeldspieler Rene Aufhauser (Salzburg), Offensivmann Sandro Zakany (Admira), Verteidiger Mark Prettenthaler (Sturm) und Torhüter Nikola Kovacevic (Rapid Amateure).
Zudem haben die Linzer, die am Freitag gegen Tabellenführer Rapid ins Frühjahr starten, mit Helmut Kraft einen neuen Trainer.
Fans kündigen Protest an
Allerdings zum Leidwesen der Fans. Denn am Montag kündigten die "aktiven LASK-Fanclubs" in einer Aussendung für das erste Heimspiel des Jahres am Freitag gegen Rapid Protestaktionen gegen die Vereinsführung an.
Unter dem Namen "Alles für den LASK" will man in der ersten Hälfte den Rängen fernbleiben und so ein Zeichen gegen die Politik von Vereinspräsident Peter-Michael Reichel setzen. Koordinator Kevin Dinges bezeichnete das geplante Vorgehen als "konstruktive Protestaktion", die den eigenen Standpunkt "friedlich, aber bestimmt kundtun" solle.
Dinges wies darauf hin, "dass sich diese Protestaktion keinesfalls gegen die Mannschaft, sondern ausschließlich gegen die vielen fragwürdigen Entscheidungen des Herrn Reichel richtet".