Delle Karth/Resch verpassen 49er-EM-Medaille

Die Österreicher Nico Delle Karth und Niko Resch haben sich am Samstag bei der 49er-EM vor Gdynia in Polen mit dem vierten Endrang begnügen müssen. Am Ende fehlten den Weltranglisten-Ersten in der Danziger Bucht neun Punkte auf Bronze und neuneinhalb auf Silber.

Gold sicherten sich die Briten Chris Draper/Peter Greenhalgh mit 90 Punkten vor den Franzosen Manu Dyen/Stephane Christidis (98,5), den Briten Stevie Morrison/Ben Rhodes (99) und Delle Karth/Resch (108). Thomas Zajac und Thomas Czajka belegten Rang 34.

Zunächst verlief der Schlusstag für Delle Karth/Resch nach Wunsch, mit dem Sieg im letzten Finaldurchgang qualifizierten sich der 26-jährige Tiroler und sein 25-jähriger Vorschoter aus Kärnten als drittbestes Team für das Medal Race, wo sechs Boote innerhalb weniger Punkte lagen und um die Medaillen kämpften.

Verpatztes Medal Race
Doch ausgerechnet in der Entscheidung kam bei den Österreichern ein wenig Sand ins Getriebe. "Wir haben unsere Möglichkeiten am Start und zu Beginn der ersten Kreuz liegen gelassen, waren zu unentschlossen und konnten den Rückstand leider nicht mehr wettmachen", lautete die knappe Analyse von Delle Karth und Resch, die das Medal Race nur auf Rang acht beendeten.

"Unser Ziel war eine Medaille, entsprechend enttäuscht sind wir mit der Ausbeute, zumal die seglerische Leistung definitiv sehr ansprechend war. Wir haben vier Wettfahrten gewonnen und sind neunmal in die Top Ten gesegelt. Darüber nachzudenken, was ohne den Materialschaden möglich gewesen wäre, ist aber sinnlos", sagte Delle Karth, der im Vorjahr mit Resch EM-Bronze geholt hatte.

"Es war klar, dass wir mit unserer Form um die Medaillen mitsegeln, auf der anderen Seite haben wir aber auch um die Stärke unserer Gegner Bescheid gewusst. Diesmal haben wir leider den Kürzeren gezogen, nun wollen wir mit dem Gewinn des Gesamtweltcups heimische Segelgeschichte schreiben", sagte der Tiroler. Die letzte Weltcup-Runde steigt Mitte August vor Weymouth, dem Olympiarevier von 2012.