A wie ANC: Von der Freiheitsbewegung zur Regierungspartei - der African National Congress herrscht seit dem Wahlsieg 1994 unter Nelson Mandela mit absoluter Mehrheit am Kap der Guten Hoffnung.
A wie Apartheid: Die Rassentrennung, die die Herrschaft der weißen Minderheit absicherte, bestand schon seit der Kolonialzeit. Mit der Machtübernahme durch die Buren 1948 wurde die Apartheid zur Staatsdoktrin. Gesetze schrieben die strikte Trennung von Weißen und Nichtweißen an allen öffentlichen Orten vor. Sie endete offiziell mit der ersten freien Wahl im Jahr 1994.
B wie "Bafana Bafana": Spitzname der südafrikanischen Nationalmannschaft. Die "Burschen" sind nach dem Ende des FIFA-Banns wegen der Apartheid seit 1992 wieder im internationalen Konzert dabei.
B wie Big Five: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard waren früher die Hauptziele der Großwildjäger. Heute sind sie das begehrte Motiv der Touristen auf Fotosafari.
B wie Biltong: eine Spezialität der südafrikanischen Küche. Fleisch von Rindern, Geflügel, aber auch Wildtieren (Strauß, Kudu, Springbock etc.) wird gewürzt an der Luft getrocknet und in schmale Streifen geschnitten gekaut.
B wie Braai: Afrikaans-Wort für das Grillen, eine der Lieblingsbeschäftigungen in Südafrika. Ein Braai wird oft als großes gesellschaftliches Ereignis zelebriert. Mit der südafrikanischen Burenwurst (Boerewors) als Hauptgang.
C wie Confed Cup: seit 1997 ausgetragenes Turnier, an dem die Meister der sechs Kontinentalverbände, der Weltmeister und der Gastgeber teilnehmen. Der Confed Cup dient als Generalprobe für die WM und wird seit 2001 im jeweiligen Veranstalterland ausgetragen. Im Vorjahr gewann Brasilien das Turnier mit einem 3:2-Finalsieg gegen die USA, Rang drei holte sich Spanien durch 3:2 n. V. gegen Gastgeber Südafrika.
C wie Cricket: Besonders bei den indischstämmigen Südafrikanern sehr beliebt, steht Cricket auch in der Gunst der Weißen neben Rugby klar vor dem Fußball. Für ausländische Sportfans oft ein Buch mit sieben Siegeln.
D wie Diamanten: Das Diamantenschürfen ist ein wichtiger Industriezweig im Staat am Kap. Zentrum des Abbaus war seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Stadt Kimberley. Die Firma De Beers, die nach ihrer ersten Mine in der Stadt benannt ist, ist der gößte Diamantenproduzent und -händler der Welt.
E wie Elfmeterschießen: Die leidgeplagten Engländer zittern schon. Auch bei dieser WM kann die Entscheidung ab dem Achtelfinale im Elferschießen fallen.
E wie Ellis Park: 1995 gewann Südafrika hier die Rugby-WM. Nun ist das Stadion sogar in Johannesburg nur noch die Nummer zwei hinter Soccer City.
F wie Franschhoek: Der Ort, dessen Name übersetzt "Franzosenecke" bedeutet, liegt im Distrikt Paarl und gehört damit zu den bekanntesten Weinbaugebieten Südafrikas. Der seit über 300 Jahren betriebene Weinbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land.
G wie Gauteng: die kleinste Provinz Südafrikas, in der aber das WM-Herz schlägt. In Johannesburg und Pretoria finden insgesamt 21 Spiele statt, zwei drittel der WM-Teams haben hier ihre Zelte aufgeschlagen.
G wie Gold: Südafrika ist weltweit der größte Förderer des Edelmetalls. Der 1967 eingeführte Krügerrand wurde rasch zum Objekt der Begierde bei Münzsammlern und Sparern.
G wie Gordimer, Nadine: Die heute 87-Jährige Schriftstellerin erhielt 1991 als erste Frau Afrikas den Literaturnobelpreis. Im Jahr 2003 ging diese wichtigste literarische Auszeichnung an ihren Landsmann J. M. Coetzee.
H wie Heizen: Der Winter in Südafrika kann kalt sein. Besonders in der Höhenlage von Johannesburg (1.750 m) empfiehlt sich vor allem am Abend warme Kleidung und ein gut geheiztes Hotelzimmer.
H wie Homelands: Gebiete in Südafrika, die unter dem Apartheid-Regime als Wohngebiete für die schwarze Bevölkerung geschaffen wurden. Insgesamt entstanden zehn Homelands, von denen vier nominell unabhängig waren (Transkei, Venda, Bophuthatswana und die Ciskei).
I wie Indien: Indische Einwanderer haben in Südafrika Tradition, besonders in Durban, wo einst auch Mahatma Gandhi lebte.
J wie Jabulani: Der WM-Ball ist runder als alle seine Vorgänger, behauptet der Hersteller. Kritik am Flugobjekt gibt es vor allem von den Torhütern.
J wie Jo'anna: "Gimme Hope Jo'anna" sang Eddy Grant 1988 über Johannesburg und träumte dabei vom Ende der Apartheid.
K wie Kaizer Chiefs: Der 1970 in Soweto gegründete Verein ist einer der Spitzenclubs der südafrikanischen Liga, die Zahl der Anhänger wird auf rund 16 Millionen geschätzt. Zudem gibt es eine populäre Band aus Leeds, die sich nach dem Club benannt hat, weil der ehemalige Chiefs-Spieler Lucas Radebe bei Leeds United Kapitän war.
K wie Kap der Guten Hoffnung: Die Südspitze des Kontinents liegt zwar etwas östlich am Kap Agulahs, doch das "Cape of Good Hope" rund 45 km südlich von Kapstadt ist weit prominenter. 1488 wurde es von einer portugiesischen Expedition unter Bartolomeu Diaz umrundet und fand damit Einzug in die europäische Seefahrtsgeschichte.
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