Österreich ohne Schlager und Chen

Am Montag spielen die ÖTTV-Herren gegen Frankreich um Platz sieben.


  Die österreichischen Nationalteams sind am vorletzten Tag der 48. Tischtennis-Mannschafts-WM in Bremen als Verlierer von der Platte gegangen.

Die Damen schlossen das Turnier mit einer 1:3-Niederlage gegen Nordkorea ab und landeten damit auf Rang acht, die Herren unterlagen Tschechien in der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht mit 2:3. Damit geht es noch am Sonntag (19.00 Uhr) gegen Frankreich um den siebenten Platz.

Gardos sorgt für Führung

ÖTTV-Herren-Bundestrainer Ferenc Karsai hatte auf Bitte von Werner Schlager und Chen Weixing auf deren Nominierung für das zweite Duell mit den Tschechen bei diesen Titelkämpfen verzichtet, in der Vorrunde hatte es ein 3:1 der Österreicher gegeben.

So führte Robert Gardos das junge Team, und er führte es gut. Mit soliden Leistungen eröffnete der Tiroler mit einem 3:0 gegen Antonin Gavlas, glich mit einem 3:1 gegen Martin Olejnik zum 2:2 aus.

"Habe schlecht gespielt"

Zwischen diesen beiden Partien bemühte sich zunächst Christoph Simoner um einen ÖTTV-Erfolg. Gegen Olejnik gewann er zwar Satz eins, holte in den nächsten drei Durchgängen aber nicht mehr als jeweils vier Punkte. "Ich habe schlecht gespielt, bin nicht so gut drauf", meinte der 22-Jährige nachher.

Daniel Habesohn agierte viel besser, mit attraktivem Angriffsspiel holte er gegen Marek Klasek einen Zweisatzrückstand auf. Im Entscheidungssatz fehlte es dem 19-Jährigen freilich in den entscheidenden Momenten an Präzision. "Bei knappen Ständen wollte ich auf Sicherheit spielen, und das ist schief gegangen. Dabei wäre es mit mäßigem Risiko viel besser gegangen."

Simoner zu nervös

Nun hatte nach dem Ausgleich von Gardos Simoner den Druck, gegen den in der Weltrangliste hinter ihm platzierten Gavlas gewinnen zu müssen.

"Die 5:1-Führung im ersten Satz hätte ich nicht mehr hergeben dürfen", meinte der ÖTTV-Jungteamspieler nachher. Der Satzausgleich gelang Simoner zwar noch, Nervosität und taktische Mängel ließ aber im Endstadium des Spiels Gavlas die Oberhand gewinnen. "Ich habe körperliche Defizite, daran muss ich arbeiten", gestand sich Simoner ein.

Im Parallel-Match siegte Russland gegen Frankreich 3:0, womit Russen und Tschechen um Rang fünf spielen.

Spiel um Platz fünf bis acht

ÖsterreichTschechien2:3
Robert GardosAntonin Gavlas3:0 (9, 9, 7)
Christoph SimonerMartin Olejnik1:3 (6, -4, -4, -3)
Daniel HabesohnMarek Klasek2:3 (-8, -9, 7, 4, -7)
Robert GardosMartin Olejnik3:1 (5, -7, 4, 4)
Christoph SimonerAntonin Gavlas1:3 (-9, 9, -8, -6)

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