So gesehen ist Jens Byggmark, frisch gebackener Slalom-Doppelsieger von Kitzbühel, eine echte Überraschung.
Doch ganz so überraschend kam der Erfolg nicht, hat der 21-Jährige doch alle Slaloms dieser Saison in den Top Ten beendet. Als bestes Resultat vor dem Kitz-Wochenende hatte der Schwede, der seine erste volle Saison im Weltcup bestreitet, einen fünften Rang in Beaver Creek zu Buche stehen.
Mit Heimvorteil zu Edelmetall?
Für den Slalom am 17. Februar bei der Heim-WM wird jedenfalls mit Byggmark zu rechnen sein. Der Senkrechtstarter will in Aare aber nicht nur im Slalom, sondern auch im RTL sowie in der Kombination an den Start gehen.
Slalom-Großmacht Schweden
Byggmark ist aber nur ein Teil des schwedischen Slalom-Wunderteams. Von sieben Saisonrennen gingen vier an die Schweden, in Beaver Creek hatte Andre Myhrer und in Alta Badia Markus Larsson gewonnen.
Im Slalomweltcup führt Byggmark vor Benjamin Raich und Mario Matt. Larsson ist Vierter, Myhrer Zwölfter. Hinzu kommen noch Leute wie Oscar Andersson, Martin Hansson, Johan Brolenius und Anton Lahdenperä.
Im vergangenen Slalom-Europacup hatten die Schweden durch Mattias Hargin, Lahdenperä und Byggmark in der Gesamtwertung einen Dreifacherfolg gefeiert. Befragt nach dem Geheimnis der schwedischen Slalomerfolge sagte Byggmark nur grinsend: "Ich weiß es nicht."
Der logische Weg
Dass Byggmark, der im Alter von zweieinhalb Jahren erstmals auf die Ski stieg, eine Rennfahrerkarriere einschlug, ist in seinem Heimatort Tärnaby, woher auch Ingemar Stenmark und Anja Pärson stammen, so etwas wie Ehrensache. "Wenn man von dort ist, bleibt einem fast nichts anderes übrig."
Mit Pärson trainierte er schon in frühen Jahren ("Ich war sehr früh schneller als sie") und den großen Stenmark traf Byggmark immer wieder auf der Skipiste. Ab nun wird sich der Nachwuchs auf den Pisten rund um Tärnaby wohl auch nach Byggmark umdrehen.
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