Zuschauer: Mit durchschnittlich 8.490 Fans pro Spiel (Gesamtzahl 1.512.500) kamen in dieser Saison um 15.700 Besucher mehr zu den 180 Begegnungen als vor einem Jahr. Auch im zweiten Red-Bull-Spieljahr lagen die Salzburger in der Heim-Besucherbilanz mit 15.378 pro Match voran, allerdings kamen sie diesmal an das Ergebnis von 2005/06 (16.456) nicht heran. Rapid lag mit 15.206 nur knapp zurück. Auswärts zog diesmal der entthronte Titelverteidiger Austria mit im Schnitt 9.733 am meisten.
Gleich 55 der 180 Spiele lockten 10.000 und mehr Zuschauer an. Salzburg und Rapid meldeten jeweils alle 18 Heimspiele mit Zahlen über dieser Marke. Pasching - GAK (1.700) und Pasching - Tirol (1.800) waren die am schlechtesten besuchten Spiele.
| Heimspiele: | ||
| 1. | Salzburg | 15.378 |
| 2. | Rapid | 15.206 |
| 3. | Mattersburg | 9.783 |
| 4. | Sturm | 9.022 |
| 5. | Ried | 6.539 |
| 6. | Austria | 6.467 |
| 7. | Altach | 6.283 |
| 8. | Tirol | 6.161 |
| 9. | GAK | 5.822 |
| 10. | Pasching | 4.239 |
| Auswärts: | ||
| 1. | Austria | 9.733 |
| 2. | Rapid | 9.561 |
| 3. | Salzburg | 9.006 |
| 4. | Sturm | 8.728 |
| 5. | GAK | 8.594 |
| 6. | Tirol | 8.467 |
| 7. | Altach | 7.939 |
| 8. | Pasching | 7.911 |
| 9. | Ried | 7.556 |
| 10. | Mattersburg | 7.411 |
Vorsprung: Salzburg stellte zwar mit 19 Punkten Vorsprung auf Ried den Rekord von Sturm (vor Rapid) in der Saison 1997/98 ein, doch den tatsächlichen Rekordvorsprung in der Zehnerliga hält die Austria seit der Saison 1978/79, als ein Sieg nur zwei Punkte wert war. Nach 36 Runden lagen damals Prohaska und Co. 14 Punkte vor dem Sportclub, umgerechnet (Dreipunkteregel) wären es allerdings bei 25:15 Siegen und 5:11 Remis gewaltige 24 Zähler gewesen.
Ein Jahr vorher hatten die Violetten ebenfalls mit 14 Punkten plus auf Rapid den Titel gewonnen, bei der Dreipunkteregel wären es immerhin 21 Zähler gewesen. Die Austria hält mit 26 Siegen (1985/86) auch den entsprechenden Saisonrekord und mit 84 (Umrechung auf Dreipunkteregel) auch den Punkterekord für eine Zehnerligasaison. Seit jener Saison ist Rapid mit 101 Treffern vor der Austria (99) im Besitz des Torrekords für 36 Spiele.
Höchste Siege: Der höchste Sieg ging an Mattersburg mit dem 6:1 in der Schlussrunde gegen Tirol. Die Burgenländer haben auch ein 5:1 gegen den GAK und ein 6:3 gegen Altach auf dem Konto, allerdings auch ein 2:6 in Ried. Tirol schaffte gegen den GAK ein 5:1. Meister Salzburg gelang drei Mal ein 4:0 (Tirol, Austria, Rapid). Für die höchsten Auswärtssiege sorgten Sturm in Mattersburg und GAK bei Rapid mit jeweils 4:1 sowie Salzburg mit 3:0 in Ried.
Abstieg: Hauchdünn hätte der GAK gegenüber Wacker Tirol den Klassenerhalt geschafft, wären den Grazern nicht 28 Punkte abgezogen worden. Bei dann jeweils 34 Punkten und der gleichen Tordifferenz (minus 24) hätte die größere Anzahl der erzielten Treffern (43 zu 40) für die Grazer den Ausschlag gegeben. Sturm wäre ohne die 13 Punkte minus mit 54 Zählern hinter Mattersburg (55) und vor Rapid (52) Vierter geworden.
Serien: Meister Salzburg blieb zwischen der 18. und 32. Runde ungeschlagen (zehn Siege, fünf Remis), den Klubrekord aus der Baric-Ära (17 Begegnungen) erreichten die Schützlinge von Trapattoni aber nicht.
In Wals-Siezenheim schafften die "Bullen" 16 Spiele (12-4) ohne Niederlage. Vizemeister Ried verlor immerhin zwölf Bundesligaspiele in Folge von der 7. bis 18. Runde nicht (4 S, 8 R), obendrein durften sich die Innviertler über sieben Heimerfolge und fünf Siege (32. bis 36. Runde) en suite freuen.
Negativ war in dieser Saison Wacker Tirol mit 15 sieglosen Spielen (18.-32. Runde/fünf Remis, zehn Niederlagen) die "Nummer eins". Von ihren letzten 19 Spielen gewannen die Innsbrucker ein einziges (5:1 gegen den GAK). Mit jeweils sechs Niederlagen in Folge teilten sie sich diesbezüglich den "Ehrenplatz" mit Aufsteiger Altach.
Tabellenführer: Die Salzburger lagen nur in der dritten Runde nicht in Führung, die hatte Tirol nach drei Auswärtssiegen inne. Den Meistertitel hatten die "Bullen" definitiv nach der 31. Runde in der Tasche, da war aber der SK Sturm in seiner besten Saison (1997/98) mit dem Titelgewinn schon nach 29 Runden erfolgreicher gewesen.
Zu den Schlusslichtern zählten neben Sturm, Altach, Vizemeister Ried und dem GAK erstmals auch die beiden Wiener Großklubs Rapid und Austria.
Tore: Alexander Zickler verpasste als Schützenkönig mit 22 Toren den Salzburger Klubrekord seines deutschen Landsmannes Oliver Bierhoff (Saison 1990/91) nur um einen Treffer. Ihm gelang jeweils ein Hattrick in Ried und gegen Pasching. Leonardo (Altach) schaffte einen Hattrick gegen Sturm. Jeweils drei Mal trafen auch der Rapidler Mate Bilic gegen Ried, der Paschinger Thierry Fidjeu-Tazemeta in Mattersburg und der Tiroler Vaclav Kolousek gegen den GAK. Mit insgesamt 493 Toren (Schnitt 2,74) wurde das Ergebnis der Saison 2005/06 um 21 Treffer übertroffen.
Elfmeter: Der Burgenländer Michael Mörz verwandelte alle vier Penaltys, zu denen er antrat. Zickler und der Rieder Herwig Drechsel (je drei) gaben sich auch keine Blöße. Der Salzburger Timo Ochs, der Tiroler Zeljko Pavlovic und Sturm-Keeper Gregorz Szamotulski (Grüner/Tirol) machten sich als Elfertöter einen Namen. Mattersburg erhielt fünf Elfer zugesprochen, Ried und Sturm je vier, Salzburg, Altach, Pasching und Rapid je drei, die Austria und Tirol je zwei, während der GAK leer ausging.
Trainerwechsel: Peter Pacult kam bei Rapid für Georg Zellhofer, Zellhofer durfte bei der Austria statt Frenkie Schinkels arbeiten. Didi Constantini ersetzte bei Pasching Milan Djuricic. Klaus Vogler rückte in Tirol für Frantisek Straka in die erste Reihe, und Assistent Rade Plakalovic übernahm bei Altach die Funktion von Michael Streiter.
Ruhelos: Alle 36 Spiele voll absolvierten Jocelyn Blanchard (Austria), Josef Schicklgruber (Pasching) und Mario Krassnitzer (Altach).
Spieleraufgebote: Die Austria setzte 36 Spieler ein, der GAK und Sturm je 32. Dann folgten Pasching 29, Ried 28, Salzburg 27, Rapid und Tirol je 25, Mattersburg und Altach je 23.
Schiedsrichter: Konrad Plautz (T) leitete 15 Spiele, Fritz Stuchlik (W) 14, Bernhard Brugger (S), Gerald Lehner (OÖ), Robert Schörgenhofer (V) und Thomas Steiner (NÖ) je 13, Dietmar Drabek (OÖ) zwölf.
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