Die 27-jährige Oberösterreicherin kämpft nach ihrem ersten Achtelfinale in Roland Garros auch bei den US Open um den Einzug in die Runde der letzten 16.
Auf dem Weg zum möglichen Showdown mit Jelena Jankovic (SRB/3) wartet am Freitag allerdings der erste richtige Prüfstein, die als Nummer 14 gesetzte Russin Jelena Dementjewa.
"Ich bin noch gut ausgerastet"
Im Match gegen die Weltranglisten-13. wird Bammer erstmals an ihre Leistungsgrenzen gehen müssen. Da ist es sicher kein Nachteil, dass sie bisher keinen Satz verloren hat. "Ja, ich bin noch gut ausgerastet. Dementjewa hat eine aggressive Spielweise, das mag ich an und für sich", sagte Österreichs Nummer eins.
Die einzige und bisher letzte Begegnung mit der Russin liegen schon neun Jahre zurück, auf der WTA-Tour gab es die Begegnung Bammer - Dementjewa bisher noch nicht.
"Sie ist sicher von der Grundlinie eine der besten Spielerinnen auf der Welt, mit dem Aufschlag hat sie halt manchmal Probleme", weiß Bammer, erinnert sich gleichzeitig aber an ein unangenehmes Slice-Service.
Dementjewa zeigt Respekt
Auch Dementjewa, die ebenfalls ohne Mühe in die dritte Runde kam, zeigt Respekt vor Bammer. Sie war froh, bei der Hitze Energie für das Match mit der Ottensheimerin sparen zu können.
"Sie ist körperlich sehr stark, sie gibt nicht auf und ist eine Kämpferin. Das wird hart. Es wird eine schöne Herausforderung für uns beide", sagte Dementjewa.
"Habe noch nie gegen eine Mami gespielt"
Auch an der Russin ist nicht vorbeigegangen, dass Bammer sich erst als Mutter mitten in die Weltklasse gespielt hat.
"Es wirklich unglaublich, sie zurückkommen zu sehen - ich habe noch nie gegen eine Mami gespielt. Nein, aber ernsthaft: Sie ist in sehr guter Form und hat eine gute Saison. Sie hat ihr Spiel wirklich sehr verbessert, seit ich sie zum letzten Mal gesehen habe", lobte die zweifache Grand-Slam-Finalistin ihre nächste Gegnerin.
Herausragende Saison für Bammer
Unabhängig vom Ausgang der Partie am Freitag: Für Bammer ist das Jahr 2007 herausragend: Semifinale in Hobart, erster WTA-Titel in Pattaya City, Semifinali in Indian Wells und Amelia Island, erstes Major-Achtelfinale in Roland Garros, Viertelfinale in Eastbourne (Rasen), Semifinale in Stanford. Auf allen Belägen hat sie überzeugt.
Warum also nicht auch bei den Olympischen Spielen in Peking? Darum nennt sie schon ein großes Ziel für 2008: "Ich will nicht nur einfach dabei sein. Wenn ich dabei bin, will ich schon eine Medaille", so Bammer durchaus selbstbewusst.
Das sei zwar sehr schwer, aber: "Ich habe ja im Winter Zeit, da kann ich mich ein bisserl weiter verbessern." Und das ist ihr in den vergangenen beiden Jahren ja gut gelungen.
Augenmerk auf Netzangriff
Ihr Coach Jürgen Waber hat auch schon eine konkrete Maßnahme im Sinn: "Wir werden uns verstärkt auf Angriffsspiel und Volley konzentrieren." Ei Ziel ist auch so mancher Serve-Volley-Angriff.
Da kommen auch die verstärkten Doppel-Einsätze gerade recht. An der Seite von Tamira Paszek setzte es am Mittwoch gegen Daniela Hantuchova/Martina Hingis allerdings eine glatte Erstrunden-Niederlage.
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