Bauer findet Entscheidung lächerlich

"Ich bin erschüttert, dass es so etwas in Österreich gibt."
Harald Bauer, der Trainer von Eva-Maria Gradwohl, fiel nach der Entscheidung des Internationalen Leichtathletikverbandes, den Marathonrekord der Steirerin nicht anzuerkennen, aus allen Wolken.

"Ich bin erschüttert, dass es so etwas in Österreich gibt. Der ÖLV hat alles geprüft und für in Ordnung befunden, es gab keine Hilfsmaßnahmen von außen. Und nun agieren trotzdem welche im Hintergrund und versuchen mit aller Macht, der Athletin, die diese Leistung erbracht hat, Steine in den Weg zu legen", sagte Bauer, der seit Juli 2005 Trainer von Gradwohl ist und in Linz bis Kilometer 29 als Tempomacher fungierte. Ab Kilometer 37 absolvierte er jene nun wohl verhängnisvollen 300 Meter mit ihr.

"Hintennach ungeschickt"
Auf die Frage, ob er es bereue, jene 300 m mit Gradwohl mitgelaufen zu sein, meinte Bauer:

"Hintennach war es ungeschickt, ja. Ich stand bei Kilometer 37 und da kam sie vorbei mit ihrem eigenen Tempomacher und dem Radfahrer. Ich rief dem Radfahrer zu, er soll mir mein Leiberl geben, und Peter sagte, er fährt ein Stück vor, damit er das Leiberl aus dem Rucksack auspacken kann. Und da bin ich diese 300 mit Eva gelaufen und habe ihr Tipps gegeben, was ich als Trainer darf", schilderte Bauer die Szene. Das eine Hilfsmaßnahme von außen zu nennen, sei lächerlich, meinte der Vizeleutnant beim Österreichischen Bundesheer.

Für ihn ist es wichtig, dass seine Athletin nun bald vom Österreichischen Olympischen Komitee Bescheid bekommt, ob sie für Peking nominiert wird. "Wir haben ja noch ein weiteres Höhentraining. Ich hoffe, dass sie zu Olympia fährt. Denn Eva kann am wenigsten dafür", meinte er zur APA.

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