Wie die Untersuchung in der Privatklinik in Hochrum ergab, hat sich Hosp dabei das innere Seitenband gerissen, den Schienbeinkopf gebrochen sowie das vordere Kreuzband eingerissen. Das teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Sonntagabend mit.
Die 25-jährige Tirolerin muss damit ihre WM-Träume begraben, da sie zu mindestens sechs Wochen pausieren muss. Es ist dies ein harter Schlag für den ÖSV, der schon kurz vor Saisonbeginn den verletzungsbedingten Ausfall von Marlies Schild verkraften musste.
Salto geschlagen
Das Missgeschick passierte Hosp beim fünften Tor im zweiten ihrer Einfahrläufe. Sofort klagte die RTL-Weltmeisterin von 2007 über starke Schmerzen im linken Knie, das sie nach dem Sturz auch nicht bewegen konnte. "Sie hat bei geringem Tempo fast aus dem Stand einen Salto geschlagen", beschrieb ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl den Unfallhergang.
Die Gesamtweltcup-Siegerin von 2006/07 wurde zuerst in Zagreb untersucht und dann in einer mehrstündigen Fahrt mit dem Auto in eine Tiroler Privatklinik gebracht. "Das Knie tut weh, das erste Gefühl war nicht gut", hatte Hosp nach dem Unfall gegenüber dem ORF gesagt.
Nicht vom Glück verfolgt
Hosp war in dieser Saison nicht wirklich vom Glück verfolgt, denn bereits am 29. November hatte sie sich bei einem Sturz im Riesentorlauf von Aspen das linke Knie verletzt. Mit einer Zerrung der hinteren Kniebeugemuskulatur entging sie knapp einem Kapselriss. Am nächsten Tag fuhr sie im Slalom unter Schmerzen auf Platz zwei.
Aus den USA brachte die Tirolerin dann aber eine Verkühlung mit nach Hause, die sie bis zu den Weihnachtsfeiertagen plagte. In Zagreb hatte sie sich darüber gefreut, gesundheitlich wieder voll fit zu sein.
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