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| ©Bild: GEPA/xpb.cc |
Der 18-Jährige, der erst einen Tag zuvor als Dritter seinen ersten Podiumsplatz erobert hatte, wurde in der zehnten Runde von dem Reifen am Kopf getroffen.
Vor ihm war ein anderer Fahrer von der Strecke abgekommen und gegen die Streckenbegrenzung geprallt. Dabei riss die Radaufhängung ab, und der Reifen sprang quer über die Piste. Offensichtlich bewusstlos schlitterte Surtees in der nächsten Kurve mit seinem Boliden von der Strecke. Er wurde zunächst mit einem Rettungsfahrzeug abtransportiert und später per Hubschrauber ins Spital gebracht.
Wie in der Formel 1 ist auch in der Formel 2 das offene Cockpit der größte Gefahrenbereich für die Piloten. Dort sind sie - mit Ausnahme des Helms - weitgehend ungeschützt vor umherfliegenden Trümmern und Rädern. Nur eine Woche nach Surtees wurde Felipe Massa im Formel-1-Qualifying schwer verletzt, als er von einer Stahlfeder am Kopf getroffen wurde.
Vater einziger Motorrad- und Formel-1-Sieger
Die Veranstalter in Brands Hatch brachten umgehend ihr Beileid zum Ausdruck: Ihr tiefstes Mitgefühl und ihre Gedanken seien bei John und Jane Surtees, ließ man die Familie wissen.
Henrys mittlerweile 75-jähriger Vater ist der einzige Motorsportler der Geschichte, der sowohl auf dem Motorrad (sieben WM-Titel zwischen 1956 und 1960) als auch in der Formel 1 (1964) Weltmeister wurde.
Ausgerechnet in Brands Hatch, wo nun sein Sohn ums Leben kam, hatte John Surtees mit 16 Jahren sein Debüt bei einem Motorradrennen gegeben. 1956 fuhr er in der 500-ccm-Klasse seinen ersten WM-Titel ein und dominierte in der Folge mit einer völlig neuen Kurventechnik die Weltmeisterschaft.
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