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„Es sieht ziemlich gut aus“
17 Boote sind bei den Kajak-Zweier-Damen gemeldet, die Österreicherinnen sind um 11.49 Uhr MESZ an der Reihe. Noch am selben Tag bereits um 12.51 Uhr steigen die Halbfinal-Läufe. „Das ist ein enger Plan, da bleibt nicht viel Zeit. Aber wir haben das vor etwas mehr als einer Woche in Testfahrten simuliert, die Mädels sind in beiden Rennen die gleiche Zeit gefahren. Es sieht ziemlich gut aus“, sagte Österreichs Cheftrainer Nandor Almasi, der beiden große Trainingsdisziplin bescheinigt. „Aber lassen wir sie zuerst einmal in das Finale kommen“, bemühte er sich um Gelassenheit.
GEPA/Harald SteinerViktoria Schwarz und Yvonne Schuring wollen Edelmetall für Österreich holen„Wir konzentrieren uns auf uns“
Nach der bisher enttäuschenden Zwischenbilanz ruhen Österreichs Medaillenhoffnungen in der letzten Woche der Spiele nun auf den beiden Paddlerinnen. „Ich bin sicher, dass alle österreichischen Sportler und Sportlerinnen ihr Bestes gegeben haben, es gab auch einige persönliche Bestleistungen. Nun wollen wir uns hauptsächlich auf unseren Wettkampf konzentrieren und das nicht abhängig machen vom Abschneiden anderer Sportler. Wir konzentrieren uns auf uns, damit wir unsere Leistung perfekt abrufen können“, sagte die 34-jährige Schuring.
Dass WM-Gold sie zu Mitfavoritinnen auf den Olympiasieg gemacht hat, lässt sich aber nicht leugnen. „Durch den WM-Titel sind die Erwartungen gestiegen. Wir werden alles aus uns herausholen und unser Bestes geben, und dann werden wir sehen. Wir machen uns aber keinen Druck“, sagte Schwarz, mit 27 Jahren die Jüngere des Duos. Die Vorbereitung sei optimal verlaufen, man fühle sich gut und schnell und wolle das auch zeigen. „Volle Attacke“, versprach sie.
„Es kann alles passieren“
Gleich in ihrem ersten gemeinsamen Jahr paddelten Schuring/Schwarz 2008 bei Olympia ins Finale, bei Weltmeisterschaften kamen sie 2009 in Dartmouth über 200 m auf den vierten Rang, 2010 gewannen sie in Posen über 500 m Bronze, 2011 ließen sie über die Olympiadistanz in Szeged Gold folgen. Bei Europameisterschaften stehen ein vierter Platz 2011 und ein fünfter 2012 zu Buche. Schwarz saß zuvor schon recht erfolgreich mit Petra Schlitzer im Boot.
Seit den China-Spielen wurde die Abstimmung im Boot verbessert, die Leistungen wurden solider und konstanter, bis das Duo voriges Jahr in der absoluten Weltspitze angekommen war. „Wir haben uns in den gemeinsamen Jahren kontinuierlich gesteigert, wir werden auch bei den Spielen alles geben. Der Traum ist, eine Medaille zu holen, es kann aber alles passieren bei Olympischen Spielen. Es wird schwierig, denn die Konkurrenz ist sehr stark“, sagte Schwarz.
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Publiziert am 07.08.2012