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„Freue mich auf mein erstes Finale“
Für Jukic war es deutliche Saisonbestzeit, zu seinem österreichischen Rekord von 1:54,42 fehlte nicht viel. Der 23-Jährige hatte eine sehr gute Bahnzuteilung, im letzten und schnellsten der fünf Heats schwamm er unmittelbar neben Michael Phelps auf Bahn drei.
Der Wiener ließ sich vom US-Superstar in seinem Renntempo nicht irritieren und erlaubte sich auf der ersten Länge einen Rückstand von 86/100. Danach nahm Jukic aber sukzessive Fahrt auf und überflügelte auf der letzten Länge nicht nur Phelps, sondern auch dessen Landsmann Tyler Clary und den Australier Nick D’Arcy.
APA/Roland SchlagerJukic zeigte im Vorlauf deutlich auf„Ein gutes Rennen“
„Es war ein gutes Rennen, ich habe es gut eingeteilt“, sagte Jukic danach. "Ich habe das Rennen gut kontrollieren können. Ich habe die ersten 150 m das Gefühl gehabt, dass ich gut dabei bin. Da war es nicht nötig, schon vorne zu sein. Ich konnte auf meine Kraft und Erfahrung vertrauen. Wir haben gut gearbeitet und haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich freue mich schon auf das Halbfinale und mein erstes olympisches Finale.“
2009 in Rom und 2011 in Schanghai war er WM-Sechster bzw. -Siebenter gewesen, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Zehnter. Nun soll es nicht nur mit seinem ersten Olympiafinale klappen, sondern auch mit einer absoluten Spitzenplatzierung.
Zaiser knapp, Steinegger deutlich out
Lisa Zaiser kam über 200 m Lagen auf 2:14:56 Minuten und verpasste damit als 19. den Aufstieg nur um drei Zehntel. Mit ihrer persönlichen Bestmarke von 2:14,09 wäre sich das Semifinale als 16. ausgegangen. „Es war meine bisher zweitschnellste Zeit auf dieser Strecke“, so die 17-jährige Kärntnerin. „Ich bin nicht ganz zufrieden, denn bei Olympia will man persönliche Bestzeit schwimmen. Aber das Feeling im Becken war ein Wahnsinn.“
„Thomas Gangel (OSV-Delegationsleiter, Anm.) hat mir vorher gesagt, dass ich nur gewinnen kann.“ Dementsprechend mutig schwamm Zaiser ihren Lauf von der Spitze aus. Nur um 1/100 verfehlte sie schließlich den Gewinn ihres Heats, ließ aber insgesamt 15 Konkurrentinnen hinter sich.
Jördis Steinegger verpasste über 200 m Kraul in 2:02,39 Minuten als 29. unter 35 Schwimmerinnen den Aufstieg ins Halbfinale. Die 29-Jährige blieb mit ihrer Zeit auch klar über ihrer Saisonbestzeit von 2:01,93. „Es war alles zu langsam, ich bin alles regelmäßig geschwommen, aber zwei Zehntel pro Bahn zu langsam“, so die Steirerin. „Ich war deutlich unter meiner Bestzeit, das war nicht so schön. Das war’s halt. Man trainiert so lange für diesen Tag, dann ist es wie eine Seifenblase, die zerplatzt - entweder positiv oder negativ. Früher war ich ein Wettkampftier. Jetzt konnte ich mich da aber nicht mehr hineinbeißen."
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Publiziert am 30.07.2012